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Schneechaos: „Struber Jager“ bringen Schüler in Sicherheit

Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 232 aus Bischofswiesen haben am 8. Januar auf der Buchenhöhe in Berchtesgaden in den Schneemassen gestrandete Schülerinnen und Schüler in Sicherheit gebracht. Die Marktgemeinde hatte ein Eilhilfeersuchen an die Gebirgsjäger gestellt.

Ein Bundeswehrkettenfahrzeug vo einer Schule
Ein Überschneefahrzeug des Typs Hägglunds trifft an der Christophorus-Schule ein, um die eingeschlossenen Schüler und Lehrer zu evakuieren (Quelle: Bundeswehr/Rasp)Größere Abbildung anzeigen

Schüler sowie einige Lehrer der Christophorus-Schule steckten nachmittags aufgrund einer Straßensperre, die wegen der anhaltenden Schneefälle angeordnet wurde, an der Schule im Berchtesgadener Ortsteil Buchenhöhe fest. Der Erste Bürgermeister von Berchtesgaden, Franz Rasp, wandte sich deshalb unmittelbar an das Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen.

Weil wegen möglichen Schneebruchs auf ihrem Nachhauseweg eine Gefährdung für Leib und Leben für die rund 30 eingeschlossenen Schüler und Lehrer bestand, rückten die „Struber Jager“ sofort mit drei Überschneefahrzeugen vom Typ Hägglunds aus. Nach wenigen Stunden waren die Hilfesuchenden aus dem Gefahrenbereich evakuiert. „Wenn Hilfe benötigt wird, helfen wir gerne“, freute sich Hauptfeldwebel Falk Engmann, Zugführer in der 3. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232, mit seinen Soldaten über die gelungene Rettungsaktion.

Bürgermeister Rasp bedankte sich bei den „Struber Jagern“ über Facebook: „Ein Riesen-Dankeschön (…). Alles super unkompliziert und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger! (…)“.

Die „Struber Jager“

Den Beinamen „Struber Jager“ tragen die Bischofswiesener Gebirgsjäger, weil die Jägerkaserne, in der sie stationiert sind, sich in der Gnotschaft „Strub“ befindet. Gnotschaft war eine ausschließlich im Kernland der Fürstpropstei Berchtesgaden gebräuchliche Bezeichnung für einen Ortsteil. Sie wird in diesem Gebiet, dem südlichen Teil des heutigen Landkreises Berchtesgadener Land, immer noch verwendet.

HintergrundInformation
Der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis, trägt als Nationaler Territorialer Befehlshaber die Verantwortung für den Einsatz der Bundeswehr Unterstützungskräfte in der Schneelage 2019.
Für die Wahrnehmung der nationalen Führungsaufgabe stützt sich der Inspekteur der Streitkräftebasis auf das Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin, von dem das Landeskommando Bayern geführt wird. Dieses wiederum aktivierte die Kreisverbindungskommandos der Landkreise.
Den taktischen Einsatz vor Ort führt seit dem 11. Januar die Gebirgsjägerbrigade 23 aus Bad Reichenhall.

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Stand vom: 16.01.2019 | Autor: 


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