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Mit dem Landesregiment stark für den Heimatschutz

Oberst Stefan H. Berger ist Kommandeur des neu aufgestellten Landesregiment Bayern. Im Interview spricht er über Auftrag und Herausforderungen dieser in der Bundeswehr aktuell einzigartigen Aufgabe.

Soldat steht lächelnd vor einer Truppenfahne.
Oberst Stefan H. Berger bei seiner Beförderung beim Kommando Heer in Strausberg. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

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Herr Oberst, welchen Auftrag hat das Landesregiment Bayern?

Das Landesregiment Bayern soll den Heimatschutz sicherstellen. Das bedeutet, die Reservistendienst Leistenden unterstützen die aktiven Soldaten bei Verteidigung, Sicherung oder Schutz von Bundeswehr-Einrichtungen und -Liegenschaften oder kritischer Infrastruktur im Inland. Auch soll das Landesregiment bei Großschadenslagen, etwa bei Naturkatastrophen oder Anschlägen, die Blaulichtkräfte unterstützen und so die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gewährleisten.

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Warum ist das Landesregiment Bayern für den Heimatschutz so wichtig?

Durch die veränderte Sicherheitslage muss sich Deutschland wieder intensiver mit der Landes- und Bündnisverteidigung auseinandersetzen. Die sicherheitspolitische Lage ist unübersichtlicher geworden. Der Konflikt etwa zwischen Russland und der Ukraine schwelt weiterhin, und die NATO schaut besorgt nach Osten. Bei aller Beobachtung der internationalen Herausforderungen wird das Landesregiment Bayern den Blick vor allem nach Innen richten.

Angetretene Formation Soldaten vor einem Feuerwehrhaus. Ein Oberst spricht zu den Soldaten.
Reservistenarbeit: Oberst d.R. Stefan Berger (stehend, mit gerolltem Papier) bei der Befehlsausgabe des Dreifrankenstein-Marsches in Burghaslach. Die Feuerwehr Burghaslach unterstü… (Quelle: privat)Größere Abbildung anzeigen

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Vor welchen Herausforderungen stehen Sie jetzt am Beginn des Pilotprojekts?

Zunächst stehen wir vor der Herausforderung, den Regimentsstab und die Stabs- und Versorgungskompanie personell mit geeigneten Reservisten auszustatten und die Ausbildung der Kameradinnen und Kameraden an das veränderte Anforderungsprofil anzupassen.

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Was gehen Sie als Kommandeur als erstes an?

Mein wichtigstes Projekt ist es, meine eigene Begeisterung für die neue Aufgabe „Aufstellung Landesregiment Bayern“ mit interessierten Kameraden zu teilen und rasch die neu geschaffenen Stellen zu besetzen. Des Weiteren wird am 18. Mai ein Aufstellungsappell stattfinden, um die offizielle Indienststellung zu begehen. Die Planung dafür läuft momentan auf Hochtouren.

Soldaten, Polizisten und Zollbeamte sitzen in einem Vortragsraum, ein Soldat steht in der Mitte des Raumes und hat, vortragend, die Hände erhoben.
Werben für das Landesregiment Bayern: Oberst Stefan H. Berger bei einer Informationsveranstaltung des Landeskommando Bayern. (Quelle: privat)Größere Abbildung anzeigen

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Auf was freuen Sie sich beim Landesregiment Bayern am meisten?

Ich freue mich darauf, meinem Land auf dieser besonderen Verantwortungshöhe als Reservistendienst Leistender dienen zu dürfen und einen konstruktiven Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung leisten zu können.

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Warum engagieren Sie sich als Reservistendienst Leistender bei der Bundeswehr?

Der Dienst in Uniform, als Reservistendienst Leistender, stellt sich für mich seit mehr als zwei Jahrzehnten, neben meinem eigentlichen Beruf, als persönliche Herausforderung dar. Dabei erfahre ich immer wieder – neben dem Aspekt der Kameradschaft – viele Momente der Genugtuung über meine geleistete Arbeit.

Kurzvita

Oberst Stefan H. Berger, Jahrgang 1967, ist Kommandeur des Landesregiment Bayern. Zuletzt war er drei Monate lang stellvertretender Kommandeur der Deutsch-Französischen Brigade in Müllheim. Er engagiert sich seit dem Ende seiner achtjährigen Dienstzeit als Reservist. Dabei hat er unter anderem Reservistendienst Leistungen als Batteriechef und Bataillonskommandeur bei der Artillerietruppe, S3-Stabsoffizier und Leiter eines Kreisverbindungskommandos sowie als Chef des Stabes in einer Kampfbrigade absolviert. 2004 war Berger als Major für fünf Monate im Auslandseinsatz im Feldlager Prizren (Kosovo). Seine erste Verwendung als Oberst führte ihn in die Ausbildungsunterstützung der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“. Stefan H. Berger lebt mit seiner Verlobten und deren Tochter in Windsbach in der Nähe von Nürnberg. Im zivilen Beruf ist er seit mehr als 20 Jahren Klassischer Reitlehrer.

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Stand vom: 16.04.2019 | Autor: 


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