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Bundeswehr kämpft gegen Waldbrand

Aktualisierung - Stand 11.07.2018

Die Einsätze von Hubschraubern der Bundeswehr zur Bekämpfung der Waldbrände im Nordosten Deutschlands sind vorerst beendet. Nach Löschflügen in der vergangenen Woche in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern waren Kräfte der in Holzdorf stationierten Lufttransportgruppe 64 (LTGrp 64) zuletzt in der Lieberoser Heide im Süden Brandenburgs aktiv. Hier standen 80 Hektar Wald in Flammen. Inzwischen sind die Brände gelöscht.

Mehr als 84 Löschflüge hat der Hubschrauber des Typs CH-53 aus Holzdorf in den vergangenen Tagen unternommen und war dabei mehr als 26 Stunden in der Luft. Für Löscheinsätze wird der Hubschrauber mit dem 5.000 Liter fassenden Wasserbehälter „SMOKEY“ ausgestattet. Bei zweien der drei jüngsten Einsätze standen Flächen auf ehemaligen Truppenübungsplätzen in Flammen. Explodierende Munitionsreste erhöhten die Gefahr dort noch einmal zusätzlich. Mit Unterstützung der Luftwaffe konnte das Feuer aber jeweils unter Kontrolle gebracht werden. 

Die jüngste Abkühlung und die Regenfälle haben die Situation aber erst einmal entspannt. Noch aber steht der Waldbrandgefahrenindex für den Nordwesten von Brandenburg und den mittleren Süden von Mecklenburg-Vorpommern auf Stufe vier von fünf. Kräfte der Bundeswehr werden jedoch bis zum endgültigen Ende der Waldbrandgefahrenlage vorgehalten.

Meldung - Stand 10.07.2018

Ein Hubschrauber vom Typ CH-53 fliegt mit einem sich leerenden Wasserbehälter über eine Freifläche.
Die Bundeswehr unterstützt die zivilen Rettungskräfte bei der Brandbekämpfung. (Quelle: PIZ Lw/Heyn)Größere Abbildung anzeigen

Mehr als 70 Löschflüge hat der Hubschrauber des Typs CH-53 aus Holzdorf seit Freitagvormittag in der Lieberoser Heide unternommen und war dabei etwa 18 Stunden in der Luft. Auf dem munitionsbelasteten Gelände, einem ehemaligen Truppenübungsplatz der sowjetischen Armee, standen rund 80 Hektar Wald in Flammen. Die Einsätze mit insgesamt drei Besatzungen dauerten bis in die Nacht zu Dienstag an. Am Dienstag meldete die örtliche Feuerwehr den Brand dann weitgehend unter Kontrolle.

Für Löscheinsätze wird der Hubschrauber mit dem 5.000 Liter fassenden Wasserbehälter „SMOKEY“ ausgestattet. Bereits in der vergangenen Woche hatte ein CH-53 die Einsatzkräfte der Feuerwehr bei einem schweren Waldbrand nahe der Ortschaft Groß Laasch im südlichen Mecklenburg unterstützt. Auch hier wurde die Lage durch explodierende Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg verschärft, die über den ehemaligen Sprengplatz der Wehrmacht verteilt sind. Insgesamt neun Mal pendelte der CH-53 zwischen dem nahe gelegenen Neustädter See und dem Brandort und war knapp viereinhalb Stunden in der Luft. Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 (TaktLwG73) in Rostock/Laage entsandte zudem ein Tankfahrzeug zum Flugplatz Neustadt/Glewe, um den Hubschrauber dort auftanken zu können.

Wegen der langen Trockenheit herrscht in Deutschland weiterhin akute Waldbrandgefahr. Mit einer Entspannung der Lage wird frühestens am Mittwoch gerechnet. Um die Reaktionsfähigkeit weiter zu gewährleisten, hat das Kommando Territoriale Aufgaben den militärischen Katastrophenalarm vorerst aufrechterhalten. Für den Fall, dass sich die Situation noch einmal zuspitzt, stehen für die kommenden Tage zwei Mehrzweckhubschrauber des Typs Bell UH-1D des Transporthubschrauberregiments 30 in Niederstetten und drei CH-53 vom Hubschraubergeschwader der LTGrp 64 auf Abruf bereit.

Hintergrundinformationen
Kommt es zu schweren Unglücken oder Katastrophen, koordiniert die Streitkräftebasis die Zivil-Militärische Zusammenarbeit. Die Bundeswehr kann nach Anforderung durch den zuständigen Krisenstab zu Hilfe gerufen werden, sodass die zivilen Rettungskräfte mit Material und Personal durch die Bundeswehr unterstützt werden.

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Stand vom: 11.07.18 | Autor: 


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