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Weiterentwicklung der Streitkräftebasis

Die Welt ist in Bewegung. Katastrophen, Krisen und Konflikte gilt es zu bewältigen. Die Landes- und vor allem die Bündnisverteidigung stehen erst seit kurzem wieder im Fokus der allgemeinen Sicherheitsdebatte. Die NATO zeigt in Osteuropa verstärkt Präsenz, und dazu gilt es weiterhin, internationales Krisen- und Konfliktmanagement, wie auch die Aufgaben des Heimatschutzes, nicht aus dem Blick zu verlieren. Zeit, sich für die Zukunft aufzustellen. Mit der Multinationalisierung, der neuen Rolle des Nationalen Territorialen Befehlshabers im Sinne des Heimatschutzes und einer breiten Weiterentwicklung des logistischen Systems setzt die Streitkräftebasis erste deutliche Akzente auf dem Weg zu ihrer Neuaufstellung als multinationales gemeinsames Unterstützungskommando.

Schwerpunkte

  • Multinationalisierung

    Um gemeinsam eine Leistungssteigerung zu erreichen und mögliche Fähigkeitslücken zu schließen, bringt die Streitkräftebasis ihre Kräfte im Schulterschluss mit anderen Nationen ein. Dabei werden in den gemeinsam mit den Partnernationen vereinbarten Fähigkeiten dauerhaft wirksame Kooperationen angestrebt, die langfristig plan- und abrufbar sind. Damit wird die Durchhaltefähigkeit in Einsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen verbessert. Die Kooperationen reichen von der Ausbildung, über gemeinsame Übungen bis hin zu einer dauerhaften Multinationalisierung von Dienststellen oder Lehrgängen. Mit der Führung mehrerer Cluster des Framework Nations Concept der NATO, beispielsweise in den Themenfeldern Logistik, ABC-Abwehr und Zivil-Militärische Zusammenarbeit, übernimmt die Streitkräftebasis eine Vorreiterrolle in der Multinationalisierung. Die nächsten logischen Schritte sind Ideen, wie die Umsetzung eines Europäischen Logistik Hubs oder der Aufbau des gesamten Organisationsbereichs zu einem gemeinsamen Kommando für Unterstützungsleistungen (Joint Command Support Service).


  • Heimatschutz und der Nationale Territoriale Befehlshaber

    Der Inspekteur der Streitkräftebasis nimmt über die Führung des Organisationsbereiches hinaus die Aufgaben des Nationalen Territorialen Befehlshabers wahr. Er trägt dabei die Verantwortung für die Einsatz- und Operationsführung von Einsätzen der Bundeswehr im Inland. Zugleich stellt er den für ausländische Streitkräfte in Deutschland notwendigen Unterstützungsbedarf (Host Nation Support) sicher, koordiniert Hilfeleistungen der Bundeswehr im Inland im Rahmen der Amts- und Katastrophenhilfe und trägt zum Schutz kritischer Infrastruktur bei. Die Streitkräftebasis leistet so einen wichtigen Beitrag zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge.


  • Weiterentwicklung des Logistischen Systems

    Veränderungen in der sicherheitspolitischen Lage bedeuten auch immer, dass die Bundeswehr sich systematisch auf diese neue Lage einstellen muss. Die neue Bedeutung der Landes- und Bündnisverteidigung wirkt sich insbesondere auf die Logistik der Bundeswehr aus. Eine Weiterentwicklung des logistischen Systems ist die Folge. Ziel der Weiterentwicklung ist durch den Rückgriff auf Leistungen aus der Wirtschaft und durch den Aufbau eines gemeinsamen europäischen Logistikverständnisses und daraus resultierenden direkten Partnerschaften, eine bessere Nutzung der Logistik zu erreichen. Dort, wo nicht zwingend militärische Logistikleistungen erforderlich sind, soll vermehrt durch den Rückgriff auf zivile Dienstleister für Entlastung gesorgt werden. Und dort, wo militärische Leistung erforderlich ist, soll durch die Kooperation mit europäischen Streitkräften eine deutliche Effizienz und Effektivitätssteigerung erreicht werden. Fähigkeiten, die zudem für die Landes- und Bündnisverteidigung vermehrt gebraucht werden, sollen zudem ausgebaut werden.



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Stand vom: 17.08.17 | Autor: 


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