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Reserve in der Streitkräftebasis – Reserve stärken, Attraktivität steigern

Die Reserve in der Streitkräftebasis soll noch attraktiver und leistungsstärker werden. Das sind Auftrag und Ziel der Steuergruppe „Reserve in der Streitkräftebasis“, die unter Leitung von Brigadegeneral Schönfeld steht und sich mit allen Facetten der Reservistendienstleistungen in der Streitkräftebasis befasst.

General sitzt an einem Besprechungstisch, lächelt
„Wir erstellen ein Lagebild“, sagte Brigadegeneral Schönfeld den Arbeitsgruppen zum Auftakt (Quelle: KdoTA/Kehrberg)Größere Abbildung anzeigen

„Wir haben eine gemeinsame Startlinie festgelegt“, sagte Brigadegeneral Jobst Schönfeld nach dem Auftakt der ersten Arbeitsgruppensitzungen im vergangenen August in der Julius-Leber-Kaserne. General Schönfeld ist Beauftragter für Reservistenangelegenheiten und stellvertretender Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin. Er führt im Auftrag des stellvertretenden Inspekteurs der Streitkräftebasis, Generalleutnant Peter Bohrer, die Steuergruppe „Reserve in der Streitkräftebasis“.

Ziel ist es, den Reservistendienst in der Streitkräftebasis noch attraktiver zu gestalten, mehr Kräfte zu gewinnen und diese entsprechend ihrer Fähigkeiten zielgenauer einzusetzen. Dabei stehen unter anderem Einplanung, Beorderung, Ausbildung und Qualifizierung auf dem Prüfstand. „Wir müssen alle Stellschrauben überprüfen, um die Strukturen der Reserve zukunftsfest zu machen“, sagt General Schönfeld.

Mit der „Trendwende Personal“ wurden die 2.500 Reservistendienststellen der Bundeswehr im Jahr 2017 auf 3.000 Stellen angehoben. Allein im Bereich des Kommandos Territoriale Aufgaben macht der Anteil der Reservistendienstleistenden mit rund 10.000 Dienstposten rund die Hälfte des Personalbestandes aus.

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Auf dem Prüfstand

In vier Arbeitsgruppen werden alle Handlungsfelder rund um die Reserve in der Streitkräftebasis analysiert:

Die Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppe 1: Personal, Organisation, Ausbildung
Arbeitsgruppe 2: Strukturen, Zukunftsfähigkeit
Arbeitsgruppe 3: Lehrgangsgestaltung
Arbeitsgruppe 4: Sanitätsdienst

In standardisierten Steckbriefen werden die einzelnen Handlungsfelder der Arbeitsgruppen definiert und voneinander abgegrenzt, um Doppelungen und Überschneidungen in der Bearbeitung zu vermeiden.

Beteiligt sind alle Ebenen und Bereiche der Streitkräftebasis, die mit dem Thema Reserve befasst sind sowie das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr und das Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr. Vom Kommando Streitkräftebasis über das Kommando Territoriale Aufgaben bis hin zu den Fähigkeitskommandos und -zentren werden die Facetten des Reservistendienstes beleuchtet und auf Verbesserungspotenzial hin untersucht.

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Potenzial entdecken

Reihe von Soldaten in unterschiedlichen Bundeswehr-Uniformen an einem Tisch
Die Arbeitsgruppen beleuchten alle Facetten der Reserve (Quelle: KdoTA/Kehrberg)Größere Abbildung anzeigen

Im Blickpunkt stehen die Reservisten der Truppenreserve, die Kräfte der Territorialen Reserve (Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanien, Bezirksverbindungskommandos/BVK, Kreisverbindungskommandos/KVK) sowie die Allgemeine Reserve (beorderungsunabhängige Reservistenarbeit). Übergeordnetes Ziel ist die Steigerung der Attraktivität und Leistungsfähigkeit der Reserve.

Auch für sogenannte Ungediente, also Frauen und Männer, die keinen Wehrdienst absolviert haben, soll es schon in naher Zukunft einfacher werden, sich als Reservistendienstleistende in der Bundeswehr zu engagieren.

Die Ausbildungsangebote der Streitkräfte sollen Reservistendienstleistenden besser zugänglich gemacht, Laufbahnwechsel flexibler und Förderungsmöglichkeiten besser ausgestaltet werden.

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Schnittstelle Arbeitgeber

Soldaten bei einer Übung im Gelände
Aus den Unternehmen in die Uniform: Reservistendienstleistende verbinden Bundeswehr und Gesellschaft (Quelle: Erlmeier)Größere Abbildung anzeigen

Um Reservistendienstleistende zu gewinnen, ihnen bundeswehrinterne Aus- und Fortbildungsangebote zu ermöglichen und sie regelmäßig heranziehen zu können, müssen auch die Arbeitgeber eng einbezogen werden.

Diese zu überzeugen, ihre Mitarbeiter für Reservistendienstleistungen freizustellen, ist eine der Herausforderungen, vor denen die Bundeswehr grundsätzlich steht. Nicht nur die Streitkräftebasis sucht deshalb regelmäßig den Kontakt zu Arbeitgebern.

Schließlich übernehmen Reservistendienstleistende, die sich zwischen zivilem Beruf und Bundeswehr bewegen, eine wichtige Mittlerrolle zwischen den Streitkräften und der Gesellschaft.

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Vor dem Reservistendienst

Aus dem Dienst ausscheidende Soldaten werden schon jetzt noch während ihrer Dienstzeit an ein Engagement als Reservistendienstleistende herangeführt. Die Gewinnung müsse frühzeitig eingeleitet werden, sagt Brigadegeneral Schönfeld: „Reserve beginnt nicht erst, wenn ein Soldat Reservist wird!“ Schon in der Dienstzeit gelte es, wichtige Weichen zu stellen. Ein attraktiver Dienst sei Voraussetzung dafür, Soldatinnen und Soldaten für einen anschließenden Reservistendienst zu gewinnen. „Je höher die Zufriedenheit im Dienst, desto höher die Chance, dass sich der aus dem Dienst Ausscheidende anschließend als Reservist engagiert.“

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Stand vom: 15.12.17 | Autor: 


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