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Ein Kompetenzzentrum für die Militärmusik

Bonn, 19.08.2009.
Ein blauer Schellenbaum auf weißem Grund, der Waffenfarbe der Militärmusik: Dies ist das Wappen des neuen Zentrums Militärmusik, dessen Aufstellung am Dienstag, 25. August, mit einem Appell ab 19 Uhr im Foyer des Bundesumweltministeriums (Robert-Schuman-Platz, Bonn) feierlich begangen wird. „Die schwarz-rot-goldenen Ross-Schweife sind ein Symbol, dass wir in die Gesellschaft ausstrahlen, und das Eiserne Kreuz in der Mitte zeigt, dass das Zentrum die zentrale Ansprechstelle der Bundeswehr in allen Fragen ist, die die Militärmusik betreffen“, erläutert Oberst Dr. Michael Schramm das Wappen.

Portrait von Dr Michael Schramm
Oberst Dr Michael Schramm. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Als Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr gehört er zum Streitkräfteamt (SKA). Die Militärmusik bildete ein eigenes Element im SKA und war dem General Weiterentwicklung der Streitkräftebasis und Leiter der Fachabteilungen Streitkräfteamt unterstellt. Oberst Dr. Schramm war als Leiter des Militärmusikdienstes oberster Fachvorgesetzter aller Militärmusiker der gesamten Bundeswehr. Das bleibt er weiterhin, darüber hinaus wird er nun auch truppendienstlicher Vorgesetzter der drei Musikkorps, die dem neuen Zentrum Militärmusik unterstellt sind. Dies sind das Musikkorps der Bundeswehr, das Ausbildungsmusikkorps und die BigBand der Bundeswehr.

Die BigBand der Bundeswehr bei ihrem Auftritt.
Die BigBand der Bundeswehr. (Quelle: IMZBw/ Rott)Größere Abbildung anzeigen

„Bündelung der Kompetenzen“

„Die Bündelung der Kompetenzen führt zu einer größeren Stringenz bei der Aufgabenerfüllung und erhöht dadurch die Leistungsfähigkeit und Effizienz des Fachdienstes insgesamt“, nennt Oberst Dr. Schramm die Vorteile der neuen Struktur. Da der Militärmusikdienst neben Sanitäts- und Geoinformationsdienst einer der drei Fachdienste der Bundeswehr ist, sei es günstig, wenn militärische und fachliche Führung in einer Hand liegen. Der Wandel vom Dezernat zum Zentrum verschafft der Militärmusikleitung einen eigenen kleinen Stab mit vier neuen Dienstposten, darunter ein weiterer Stabsoffizier. Eine Höherdotierung ist für den Leiter damit gleichwohl nicht verbunden: Er bleibt weiter ein Oberst. Auch räumlich bleibt alles beim Alten: Die Militärmusik bleibt in ihren Büroräumen am Robert-Schuman-Platz.

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Das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr beim spielen ihrer Instrumente.
Das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr. (Quelle: IMZBw/ Mandt)Größere Abbildung anzeigen

Hoher Stellenwert der Musik

Wichtig ist Oberst Dr. Schramm ein ganz anderer Gesichtspunkt: „Durch die Aufstellung des Zentrums zeigt die Bundeswehr, dass sie der Militärmusik einen hohen Stellenwert zumisst“, sagt er. Er sieht seine neue Dienststelle gern als ein „Kompetenzzentrum“ des Militärmusikdienstes, das die fachlichen Interessen der Musik in die Bundeswehr einbringe. Nicht erst seit Beginn der Auslandseinsätze, seit die Musikkorps die Soldaten in den Feldlagern mit Konzerten Grüße aus der Heimat überbringen, spiele die Militärmusik eine wichtige Rolle für die Bundeswehr.

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Das Musikkorps der Bundeswehr beim Auftritt.
Das Musikkorps der Bundeswehr. (Quelle: IMZBw/ Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Umjubelt im In- und Ausland

Seit viele Standorte geschlossen werden mussten, wurden die öffentlichen Konzerte der Musikkorps in vielen Regionen zum wichtigsten Bindeglied zwischen den Streitkräften und der Bevölkerung. Und nicht zu vergessen sei die Rolle der Militärmusik bei der Pflege internationaler Beziehungen Deutschlands. Oberst Dr. Schramm erinnert sich noch gern an die umjubelten Auftritte seiner Musiker beim Militärmusikfestival in Moskau 2007 und bei der 60-Jahres-Feier des Staates Israel. „Soldaten mit Instrumenten können manchmal erreichen, was für Soldaten mit Waffen unmöglich ist“, betont er.

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Stand vom: 19.08.2009 | Autor:

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