Bundespräsident Köhler am Zentrum Innere Führung
Koblenz, 25.06.2007.
Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler besuchte zusammen mit seiner Frau Eva Luise Köhler das Zentrum Innere Führung auf der Pfaffendorfer Höhe in Koblenz. Begrüßt wurden sie durch den Kommandeur des Zentrums Innere Führung, Brigadegeneral Alois Bach, alle Angehörigen des Hauses sowie durch die Lehrgangsteilnehmer.
Innere Führung - ein dynamisches Konzept
Das Zentrum Innere Führung ist seit 50 Jahren die zentrale militärische Einrichtung zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Konzeption der Inneren Führung. In mehr als 160 Lehrgängen sowie zahlreichen Tagungen und Ausstellungen werden jährlich über 15.000 Personen erreicht. Zum überwiegenden Teil richten sich die Ausbildungsgänge an das militärische Führungspersonal der Bundeswehr.
Die Leistungen des Zentrums Innere Führung reichen von der zentralen einsatzvorbereitenden Führerausbildung über Seminare und Tagungen zur Menschenführung, Politischen Bildung, und zu Rechtsfragen bis zur Optimierung des persönlichen Führungsverhaltens. Ziel aller Lehrgänge ist es, die Soldaten zu befähigen, ihren jeweiligen Auftrag im Einsatz sowie im Heimatdienst bestmöglich zu erfüllen. "Wir brauchen den Soldaten, der versteht, wofür er eingesetzt ist", so Bach. Für ihn ist es unabdingbar, sich ständig auf die sich ändernden Rahmenbedingungen einzustellen und das Aus- und Weiterbildungsangebot zielgerichtet und aufgabenorientiert weiterzuentwickeln. "Die Innere Führung hat sich bewährt, die Anforderungen werden aber wachsen, wie haben zwar Rückenwind, sind aber immer auch auf Anregungen und Unterstützung angewiesen", hob Bach hervor.
"Freundliches Interesse für die Bundeswehr"
Der Vorstellung des Zentrums Innere Führung durch den Kommandeur folgte ein intensiver Gesprächs- und Informationsaustausch mit Angehörigen des Hauses. "Ich möchte die Innere Führung für das 21. Jahrhundert lebendig und aktiv halten", so der Bundespräsident. Sein Ziel sei es, mit bei zu tragen, dass das "freundliche Desinteresse der Bundesbürger in ein freundliches Interesse für die Bundeswehr" gewandelt wird. "Das Konzept der Inneren Führung hat sich, auch im Einsatz, bewährt, ich habe aber den Eindruck, es muss nachhaltiger in der Öffentlichkeit ebenso, wie in der Bundeswehr selbst, diskutiert werden". Die Gestaltungsfelder der Inneren Führung müssen noch besser umgesetzt und auch weitere neue Handlungsoptionen gefunden werden. "Wenn man die Innere Führung glaubwürdig halten will, ist besonders die Zuwendung zum Menschen noch stärker gefordert, als heute" führte das Staatsoberhaupt weiter aus."Innere Führung unverzichtbar"
Zusätzlich erlebte der Bundespräsident die Lehrgangsatmosphäre. Im Blickpunkt stand: "Innere Führung für Kommandeure/Kommandanten". Trotz des sehr engen Terminplans nahm sich Köhler Zeit, um mit den Lehrgangsteilnehmern und Mitarbeitern des Hauses sehr persönliche, intensive Gespräche zu führen. Dabei bekräftigte der Bundespräsident, dass "das Konzept der Inneren Führung ein unverzichtbares moralisches Rückgrat" inmitten einer sich veränderten Welt sei. Es sei erforderlich, diese Gedanken auch an unsere Verbündeten und Partner heranzutragen. Zuversichtliche Worte, "Überall wo ich hinkomme, höre ich, dass die Bundeswehr einen guten Ruf hat und das sie mit Stolz auf Ihre Leistungen blicken kann" beendeten das Besuchsprogramm.
"Ich werde mich der Inneren Führung weiter annehmen und sie noch stärker in die Diskussion bringen" bekräftigte der Bundespräsident und verabschiedete sich zusammen mit seiner Frau am Nachmittag vom Kommandeur und allen Angehörigen des Hauses.










