Zivil-Militärische Zusammenarbeit in Deutschland

Zivil-Militärische Zusammenarbeit. (Quelle: PIZ SKB)
Die Bundeswehr trägt in einem vernetzten gesamtstaatlichen Ansatz mit ihren Fähigkeiten im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zum Schutz der Bürger und Bürgerinnen sowie von lebenswichtiger Infrastruktur im Inland bei.
Die Ausgestaltung der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit Inland ist dabei wichtige Voraussetzung für den optimalen Einsatz von Truppenteilen und Dienststellen der Bundeswehr zur Unterstützung ziviler Behörden im Rahmen der Bewältigung von Naturkatastrophen und besonders schweren Unglücksfällen nach dem Subsidiaritätsprinzip.
Die Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr (ZMZ Bw) ist ein eigenständiger Aufgabenbereich innerhalb der Bundeswehr. ZMZ Bw umfasst alle Maßnahmen, Kräfte und Mittel, welche die Beziehungen zwischen Dienststellen der Bundeswehr auf der einen Seite und zivilen Behörden sowie der Zivilbevölkerung auf der anderen Seite regeln, unterstützen oder fördern.
Die Struktur der territorialen Wehrorganisation hat sich zum 1. Januar 2007 geändert. Die vier Wehrbereichskommandos bleiben weiterhin erhalten. Hinzu kommen 15 Landeskommandos, die die bisherigen Verteidigungsbezirkskommandos ersetzen werden, und das schon bestehnde Standortkommando in Berlin. Die Wahrnehmung der ZMZ-Aufgaben gegenüber den zivilen Stellen unterhalb der Landesebene wird künftig überwiegend mit Reservisten wahrgenommen.
Die Bundeswehr verfügt mit den Landeskommandos über ein territoriales Netzwerk, um die Zivil-Militärische Zusammenarbeit flächendeckend zu gestalten. Eine wichtige Aufgabe der Landeskommandos sind Hilfeleistungen der Bundeswehr bei Katastrophen und besonders schweren Unglücksfällen in Deutschland.
Der Beauftragte der Bundeswehr für die Zivil-Militärische Zusammenarbeit (BeaBwZMZ) soll als Mittler zwischen Bundeswehr und der zivilen Seite im Katastrophenfall auftreten. Des weiteren ist er der Berater der zivilen, für den Katastrophenschutz zuständigen Stellen auf der Ebene der Regierungsbezirke und der Landkreise/kreisfreien Städte.
Inspekteur der Streitkräftebasis
Soldaten und zivile Hilfskräfte optimieren das Informationsmanagement bei Großschadensereignissen und besonders schweren Unglücksfällen. AKUT dient der Analyse von Informationsbeziehungen. Polizei, Feuerwehr, THW- alle sitzen gemeinsam mit der Bundeswehr am runden Tisch. Es werden Abläufe und Verfahren bei Hilfs- und Unterstützungsleistungen im Zusammenspiel mit der Bundeswehr trainiert.