Schnee und Eis auf Hiddensee: Bundeswehr unterstützte bei Evakuierung und Versorgung
Schwerin, 04.02.2010.
Mit zwei Hubschraubern der Marine beteiligte sich die Bundeswehr am Mittwoch, 3. Februar, an der Evakuierung von Urlaubern von der durch starken Schneefall und Eisgang betroffenen Ostsee-Insel Hiddensee. Am frühen Morgen startete ein Hubschrauber vom Typ Sea King von Warnemünde aus und landete kurz darauf in der Nähe der Ortschaft Vitte auf Hiddensee.

Dort wurden 123 festsitzende Urlauber und 5 Hunde aufgenommen und nach Schaprode auf Rügen gebracht. Insgesamt wurden sieben Umläufe geflogen, bei denen 7 Tonnen Lebensmittel und Medikamente transportiert wurden. Die Aktion war angelaufen, nachdem die Landrätin des Kreises Rügen, Kerstin Kassner, am Dienstag die Bundeswehr im Bereich des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern (SKB) um Amtshilfe gebeten hatte. Hiddensee ist Rügen vorgelagert und gehört zum Kreis Rügen.

Von der Außenwelt abgeschnitten
Seit Dienstagmittag hatte die Bundeswehr versucht, eine Luftbrücke nach Hiddensee aufzubauen, was jedoch wegen des dichten Schneetreibens und der schlechten Sicht nicht möglich war. Hiddensee war seit Freitag wegen Eisganges auf den Boddengewässern von der Außenwelt abgeschnitten, die rund eintausend Bewohner der Insel konnten nur aus der Luft versorgt werden.
Mit der Besserung der Wetterverhältnisse am Mittwochmorgen startete vom Marinefliegergeschwader 5 (Kiel) aus ein weiterer Bundeswehrhubschrauber. Er landete in einem Industriegelände in Bergen, der Inselhauptstadt von Rügen und nahm dort Lebensmittel auf. Diese wurden ebenfalls im Pendelflugverkehr nach Hiddensee gebracht. Die Luftbrücke der beiden Helikopter wurde am frühen Mittwochnachmittag abgeschlossen.
Bilder
Letzter Check vor dem Start. (Quelle: PIZ Marine)
Größere Abbildung anzeigenDer SEA KING MK 41 hebt ab. (Quelle: PIZ Marine)
Größere Abbildung anzeigenBundeswehr unterstützt bei Evakuierung und Versorgung. (Quelle: Ostseezeitung/ A. Meyer)
Größere Abbildung anzeigenEvakuierung von Urlaubern durch die Bundeswehr angelaufen. (Quelle: Ostseezeitung/ A. Meyer)
Größere Abbildung anzeigenAbbergung von Urlaubern von der Insel Hiddensee. (Quelle: dpa/ Stefan Sauer)
Größere Abbildung anzeigenZivil-Militärische Zusammenarbeit. (Quelle: dpa/ Stefan Sauer)
Größere Abbildung anzeigenUngewöhnliche Mission für die Marineflieger. (Quelle: dpa/ Stefan Sauer)
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