Zusammenarbeit im weltweiten NATO-Netzwerk
Zur weltumspannenden Zusammenarbeit trägt die Streitkräftebasis unter anderem durch das Entsenden von deutschen Anteilen in das NATO-Hauptquartier in Heidelberg bei. Die truppendienstliche Verantwortung liegt bei der Streitkräftebasis, Arbeitsaufträge an die deutschen Soldaten erteilt jedoch der NATO-Verband. Unter den rund 400 Soldaten und zivilen Mitarbeitern aus 23 Nationen befinden sich derzeit etwa 130 Deutsche. Für dieses Jahr hält das Hauptquartier für die schnelle Eingreiftruppe der NATO 205 jederzeit verlegbare Soldaten in ständiger Bereitschaft.

Einer dieser Soldaten ist Major Peter Mientus. In Heidelberg arbeitet er als Medienanalyst. Seine Aufgabe besteht in der Auswertung von sicherheitspolitischen Presseberichten, die in Zeitungen, bei Nachrichtenagenturen oder im Internet erscheinen sowie bei Fernsehsendern ausgestrahlt werden. „Hier in der Presseabteilung arbeiten wir mit acht Soldatinnen und Soldaten zusammen. Darunter sind Deutsche, Franzosen, Niederländer und Amerikaner. Aber auch mit allen anderen Nationen und Hauptquartieren stehen wir im regen Austausch“
, sagt Major Mientus. Dabei hat jede beteiligte Nation eine eigene Sicht der Dinge, die in die gesamtpolitische Bewertung der gesammelten Informationen einfließt und an den Befehlshaber des NATO-Hauptquartiers berichtet wird.

Informationen werden geteilt
Nicht nur bei aktuellen Anlässen, wie Anschlägen, Angriffen oder Aufständen in internationalen Krisenregionen, ist eine internationale Zusammenarbeit äußerst hilfreich. Major Mientus sagt: „Wir versorgen uns gegenseitig mit Erkenntnissen aus den Quellen unserer Heimatländer, die wir gesammelt haben. Dabei stellen wir uns immer die Frage: Wo bekommt man die schnellsten und zuverlässigsten Informationen? Wie können wir die Informationen zusammenfassen, damit sie für den Kommandeur schnell ersichtlich sind?“
Das erarbeitete Gesamtbild wird auch an die national über- und untergeordneten Stellen weitergeleitet, so dass als Form der Zusammenarbeit auf diesen Wegen unter anderem auch Rückmeldungen an die Streitkräftebasis stattfinden.

Gute Zusammenarbeit wichtig fürs Bündnis
Generalmajor Richard Rossmanith ist als Chef des Stabes im NATO-Hauptquartier in Heidelberg eingesetzt. Trotz der Entsendung in die NATO-Dienststelle und der dort erteilten Arbeitsaufträge reißt der Kontakt zur Streitkräftebasis aber nicht ab. „Natürlich habe ich Beziehungen in die Streitkräftebasis hinein, zumal der Amtschef des Streitkräfteamtes mein nationaler truppendienstlicher Vorgesetzter ist. Selbstverständlich bin ich als General einbezogen in den Führungskreis der Streitkräftebasis. Auch wenn wir unsere Aufträge im Kern für dieses Bündnis erfüllen, ist eine enge Zusammenarbeit mit nationalen Stellen vor allem in der Streitkraeftebasis von besonderer Bedeutung.“

Das Bündnis funktioniert
Die personellen Impulse der Streitkräftebasis haben ebenfalls für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bei bisherigen NATO-Einsätzen gesorgt. „Dieses Hauptquartier hat von Januar 2010 bis Januar 2012 den Einsatz in Afghanistan unterstützt. Von den etwa 400 Soldaten und zivilen Mitarbeitern waren nahezu alle vor Ort“
, sagt General Rossmanith. Ein Teil der deutschen Soldaten leistet im Auftrag der Streitkräftebasis ihren Dienst in Heidelberg. Generalmajor Rossmanith fasst zusammen: „Nur durch eine gute Zusammenarbeit funktioniert das Bündnis.“
