Aufgabe: Personalmanagement
Personalplanung, Ausbildung steuern, die Personaldaten der Soldaten auf Stand halten, Ab- und Zuschleusungen von Personal durchführen, Anträge der Soldaten bearbeiten, Führung der Disziplinarunterlagen und Organisation der Urlaubsunterlagen – der Arbeitsaufwand von Leutnant Gudrun Thimm ist enorm. Für Thimm ist das allerdings alles kein Neuland, denn bereits als Feldwebel hat sie im Personalmanagement gearbeitet. Als sie zusätzlich Verantwortung übernehmen wollte strebte sie einen Laufbahnwechsel an. „Ich hatte das passende Alter – damit konnte ich mich für die Weiterbildung zum Offizier im Militärfachlichen Dienst bewerben.“

Ursprünglich absolvierte Thimm eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation. Damit erfüllte sie auch schon eine wichtige Voraussetzung für den Dienstposten im Bereich des Personalwesens. Da ihr die Tätigkeit im Controlling eines Unternehmens keine Freude mehr bereitete, suchte sie nach einer neuen Herausforderung. „Mit Stillstand kann ich nicht umgehen, ich will stets dazulernen“
, erklärt Thimm ihre Motivation, sich für eine Feldwebellaufbahn im Allgemeinen Fachdienst zu bewerben.

Immer in Aktion und das Ziel stets im Auge
Thimm hatte mit ihrer Bewerbung Erfolg und wechselte in die Laufbahn der Offiziere. Dazu musste sie eine zweijährige Ausbildung zur staatlich geprüften Betriebswirtin für Personalwirtschaft an der Fachschule der Luftwaffe in Faßberg absolvieren, und zusätzlich den viermonatigen Offizierslehrgang in Fürstenfeldbruck, bei dem neben Führungskompetenz auch militärisches Wissen vertieft wurde. Danach ging es für sie an das Logistikamt der Bundeswehr nach Sankt Augustin. Die Soldaten der Streitkräftebasis übernehmen die Aufgaben der gesamten Bundeswehr in Rüstung und Nutzung, Katalogisierung, sowie Management der logistischen Stammdaten. Für alle dieser Soldaten ist Thimm erster Ansprechpartner, wenn es um Fragen des Personalmanagement geht.

Auch im Ausland
Diese verantwortungsvolle Aufgabe hat Thimm nicht nur in Deutschland bewältigt. Zweimal war sie bereits freiwillig in Afghanistan. „2007 war ich dort als Oberfeldwebel für die Personalangelegenheiten der Truppen verantwortlich. 2011 wurde ich überraschend in einem multinationalen Team eingesetzt“
, erzählt Thimm. Die Aufgaben seien gleichzeitig sehr interessant aber auch fordernd gewesen. „Der Afghanistan-Einsatz ist eine Belastung, die man sich als Außenstehender kaum vorstellen kann. Der psychische Druck ist enorm. Man muss von der Persönlichkeit her gereift sein, um das zu verkraften“
, so Thimm.
Zukunftspläne
Für die Zukunft hat Thimm bereits neue Karrierepläne. Sie strebt einen erneuten Laufbahnwechsel an – dieses Mal allerdings innerhalb der Laufbahn der Offiziere. Sie will Offizier im Truppendienst werden. Die Zahl der Stellen ist gering, doch davon wird sich Thimm nicht abschrecken lassen.



