Gefragtes Wissen
„Mit meinem Fachwissen stehe ich meinen Kameraden zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Verfügung“, erklärt Hauptmann Jochen Brückner. „Und das sowohl auf der Übung Combined Endeavor 2012 als auch in meiner Verwendung als Fachlehrer.“ Brückners Fachgebiet ist das Mobile Kommunikationssystem der Bundeswehr. Hier ist er Experte und arbeitet täglich mit der hochmodernen Technik, mit dem verschiedene Systeme von Heer, Luftwaffe und Marine gemeinsam vernetzt werden.

„Wir ermöglichen es den Soldaten im Einsatz zum Beispiel das bundeswehreigene Intranet zu nutzen oder einfach nur nach Hause zu telefonieren“,
so Brückner. „Dabei sind wir der Knotenpunkt im Einsatz und vergleichbar mit der BWI im Inland“.
Alle Teilnehmer in einem Netzwerk, wie zum Beispiel das Führungsinformationssystem des Heeres oder das verlegefähige Access Netzwerk verbinden sich mit dem System von Brückner. Großer Vorteil des hochmodernen Systems: die Hohe Redundanz, Ausfallsicherheit und Ressourcenbündelung.

Schon immer Fernmelder
Um das hochkomplexe System zu betreiben ist enormes Fachwissen gefragt. Brückner hat es bereits früh erworben. „Ich habe an der Universität der Bundeswehr in München Elektrotechnik studiert“,
so der Kommunikationsprofi. „Danach bin ich durch die Bundeswehr in weiteren zivilen Ausbildungen weitergebildet worden.“
Rund 50.000 Euro hat die Bundeswehr zusätzlich zu seinem Studium in die Fachexpertise von Brückner gesteckt – Investitionen, die sich bezahlt machen.

Studiennahe Verwendung
„Nach meinen zusätzlichen Weiterbildungen bin ich sofort studiennah eingesetzt worden – als Fachlehrer an der Führungsunterstützungsschule in Feldafing“
, erzählt Brückner. Dort bildet er die angehenden Fachleute, Mobile Kommunikationssystem der Bundeswehr Feldwebel, direkt am System aus. Auf dem Systemtrupplehrgang erklärt er ihnen Routing mit unterschiedlichsten Protokollen. „Die Besten auf diesem Lehrgang werden dann weiter im Netzwerkmanagement geschult“
, so Brückner. „Insgesamt dauert die Ausbildung dann 24 Wochen mit einer dreiwöchigen Systemverbundausbildung.“

Die Schule
Die Führungsunterstützungsschule der Bundeswehr ist dabei die zentrale Ausbildungseinrichtung für die Fernmelder aller Organisationsbereiche. Die auszubildenden Soldaten erlernen dort alle nötigen Kompetenzen, um selbständig moderne und komplexe Netzwerke und Systeme zu konfigurieren und zu administrieren – vergleichbar mit den Fähigkeiten, die die zivilen großen Internet- und Handy-Netzwerkbetreiber benötigen. Zusätzlich arbeiten die Soldaten der Schule an der Weiterentwicklung der streitkräftegemeinsamen Führungsunterstützung und der IT-Ausbildung in den Streitkräften. „Das Gute an der Schule ist, dass wir dort täglich mit den Systemen arbeiten können und uns so ein enormes fachspezifisches Wissen aneignen“,
so Brückner.

Combined Endeavor
„Genau dieses Wissen hilft mir und meinen Soldaten auf der Übung“,
sagt Brückner. Auf der Combined Endeavor 2012 haben rund 1.500 Soldaten aus 39 unterschiedlichen Ländern, die Kommunikationsverbindungen untereinander getestet, um für ein mögliches multinationales Einsatzszenario gewappnet zu sein. Das erste Mal sind auch deutsche Soldaten mit dem Mobilen Kommunikationssystem der Bundeswehr auf der Übung, um dort als Knotenpunkt für die unterschiedlichen Systeme zu dienen. „Es ist oft sehr schwierig die unterschiedlichen Systeme zu vernetzen“,
so Brückner. „Mein Wissen ist sehr gefragt und ich stehe jederzeit für die dort eingesetzten Soldaten mit Rat und Tat zur Seite.“


