Mit voller Begeisterung dabei!
Der Sportsoldat Thorsten Lindenmeyer ist BMX Fahrer aus Leidenschaft. Fast täglich trainiert er mit seinem Rad auf der Rennstrecke. Thorsten fährt vom Rennrad, über Motorcross-Räder, bis zum BMX-Rad fast alles. Mit 14 Jahren hat der heute 24-Jährige das BMX-Fahren für sich entdeckt und war sofort begeistert.

Thorsten ist Deutscher BMX-Meister, er gewann das Rennen 2011 in Cottbus, trotz starker Regenfälle, die die Bahn beinahe unbefahrbar machten. Mit dem MSV Bühlertann ist er auch International unterwegs. Stabsgefreiter Lindenmeyer nimmt mit weiteren Fahrern am Europäischen Meisterschaftswettbewerb teil. Seit April 2011 wurden dafür zehn Rennen gefahren, jeweils zwei in Frankreich, Tschechoslowakei, Belgien, der Schweiz und in Großbritannien. Hierbei erreichte der Sportsoldat Halb- und Viertelfinalplatzierungen. In Prag konnte er nach einem schweren Trainingssturz nicht mehr am Rennen teilnehmen. Obwohl ihm am Ende diese Punkte fehlten, belegte er in der Gesamtwertung Platz 19 von insgesamt 142 Fahrern.
Herr Stabsgefreiter Thorsten Lindenmeyer, Sie sind BMX-Rennfahrer. Wie sind Sie zu ihrem Sport gekommen?
Ich habe mir mit 14 Jahren zum Spaß ein BMX-Rad gekauft und bin damit ein bisschen im Dorf herum gefahren. Dann habe ich mitbekommen, dass circa 10 Kilometer von mir Zuhause eine BMX Strecke sein soll. Natürlich habe ich meine Mutter solange genervt, bis sie mit mir dorthin gefahren ist. Und wie es der Zufall so wollte, war an diesem Tag Vereinstraining. Ich durfte mitmachen und bin bis heute mit viel Spaß an der Sache dabei geblieben.

Was macht aus Ihrer Sicht ihre eigene Sportart aus? Welche Besonderheiten gibt es in Ihrer Sportart?
Es ist Spaß, Action und das alles innerhalb von knapp 35 Sekunden. Ich glaube es gibt keine andere Sportart in der, in so einer kurzen Zeit, so viel passiert. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man über die BMX Strecke fährt, über die Hindernisse springt und dabei alles um sich rum für einen kurzen Moment vergessen kann.

Technik, Ausdauer oder Talent – was ist aus Ihrer Sicht beim BMX-Sport entscheidend?
Man kann sich nie ganz festlegen. Am besten hat man von allem so viel wie es geht. Ohne Technik fehlt dir die Geschwindigkeit auf der Strecke. Ohne Ausdauer fehlt dir die Motivation im Training, um an dir zu arbeiten und immer wieder aufzustehen. Und zu guter Letzt, je mehr Talent, desto einfacher ist es an sich zu arbeiten und den nächsten Schritt zu machen.
Was geht Ihnen vor dem Start aus den Boxen durch den Kopf?
Für mich ist es wichtig hohe Konzentration zu haben, locker zu bleiben und nicht zu verkrampfen. Ich konzentriere mich auf das Startsignal und lege alles in die ersten 20 Meter, die für jeden BMX Fahrer das Wichtigste im Rennen sind.

Im Jahr 2012 stand für Sie ein Highlight auf dem Wettkampfplan – die Olympischen Sommerspiele in London. Leider können Sie auf Grund einer schweren Verletzung nicht an diesen teilnehmen. Welche sportlichen Ziele haben Sie sich für die nächste Zeit gesteckt?
Momentan konzentriere ich mich zu 100 Prozent auf meine Genesung, damit ich danach ohne Einschränkungen meinen Sport und meine Zukunft weiter ausüben kann. Aus sportlicher Sicht ist gerade alles offen und ich muss abwarten wie es sich entwickelt.

Als Sportsoldat sind Sie in der Sportfördergruppe Frankfurt/ Oder. Warum haben Sie sich für die Sportförderung der Bundeswehr entschieden, andere staatliche Organisationen bieten ja ebenfalls eine Sportförderung an?
Ich habe in der Sportfördergruppe der Bundeswehr einfach die beste Förderung für den Sport gesehen. Für mich war es wichtig, mich so gut wie es geht auf den Sport konzentrieren zu können. Dabei ist mir die Bundeswehr sehr entgegen gekommen. Außerdem bietet die Bundeswehr mir eine Chance, meinen Sport professionell aus zu üben.
Wie identifizieren Sie sich mit der Bundeswehr und wie macht sich dies bemerkbar?
Disziplin und Ordnung! Zwei Dinge, die extrem wichtig sind um Erfolg zu haben, egal wann und egal wo.







