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Mit dem Kanu nach London

Der Kanurennsport ist ihre große Leidenschaft – Oberfeldwebel Katrin Wagner-Augustin. Äußerst erfolgreich paddelt die Sportsoldatin seit Jahrzehnten um Medaillen und Siege. Auch bei den Olympischen Spielen in London möchte sie wieder einen Titel holen – die Sportförderung der Bundeswehr bietet ihr gerade in der Vorbereitung beste Trainingsbedingungen und Voraussetzungen.

Eine Kanutin
Auf dem Weg nach London. (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Frau Oberfeldwebel Katrin Wagner-Augustin, Sie sind Kanurennsportlerin. Wie sind Sie zu ihrem Sport gekommen und was macht aus Ihrer Sicht ihre eigene Sportart aus?

Wer schon mal in Potsdam war, der weiß, dass es hier jede Menge Wasser gibt. Was liegt da nahe? Meine Familie ist 1985 nach Potsdam gekommen. Um dort schnell neuen Anschluss zu finden, haben meine Eltern mich und meine Geschwister Robert und Grit beim Kanu-Club angemeldet. Das hat uns den Einstieg erleichtert, zudem haben sich schon nach einigen Monaten Training erste Erfolge gezeigt. So wurde aus dem Hobby langsam Leidenschaft. Für mich gibt es nichts Schöneres als sich im Freien zu bewegen und die Natur zu spüren. Beim Kanu fahren kann man abschalten, die Umgebung genießen, die Gedanken mal baumeln lassen und entspannen, wenn man es nicht als Leistungssport betreibt. Ich finde Kanu ist die schönste Sportart, das sie so abwechslungsreich ist wie fast keine andere Sportart. Paddeln, Laufen, Krafttraining, Schwimmen, Spielen und Techniktraining stehen bei uns Kanuten im Vordergrund und machen den Trainingsalltag sehr abwechslungsreich.

Eine Kanutin auf einem See.
25 Stunden Training. (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Im Jahr 2012 steht für Sie ein Highlight auf dem Wettkampfplan – die Olympischen Sommerspiele in London. Wie bereiten Sie sich auf das Event vor?

Das ist doch geheim, da lasse ich mir nicht so gerne in die Karten schauen. Aber ich kann soviel verraten, dass ich von Montag bis Sonntag rund 25 Stunden in der Woche trainiere. Dabei fließt viel Schweiß, ich lege mehr als 100 Kilometer auf dem Wasser zurück und stemme mehrere Tonnen Eisen im Kraftraum.

Eine Sportlerin mit einem Kanu
Zeigen was sie drauf hat. (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Welche Erwartungen haben Sie bei den olympischen Sommerspielen an sich selbst und an die Spiele an sich?

Ich erwarte faire Bedingungen für alle und hoffe auf ein ausgelassenes Spektakel. Für mich selbst hoffe ich, dass ich zur richtigen Zeit meine volle Leistung abrufen kann und zeigen kann was ich drauf habe.

Eine Kanutin auf einem See
Froh über die Spitzensportförderung. (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Als Sportsoldatin sind Sie in der Sportfördergruppe Frankfurt/Oder. Warum haben Sie sich für die Sportförderung der Bundeswehr entschieden, andere staatliche Organisationen bieten ja ebenfalls eine Sportförderung an?

Als ich 1997 in die Sportfördergruppe gekommen bin, war die Bundeswehr der zentrale Arbeitgeber für die deutsche Spitzensportförderung. Daher war es für mich der konsequente Schritt meine sportliche Karriere in der Sportfördergruppe weiter aufzubauen. Ich bin sehr froh darüber, dass es die Spitzensportförderung der Bundeswehr gibt und bin mir sicher, dass ich ohne die Unterstützung nicht solche Erfolge errungen hätte. Ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin – in der Vorbereitung auf meine vierten Olympischen Spiele.

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Stand vom: 08.08.12 | Autor: 


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