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Zukunftsweisende Aus-, Fort- und Weiterbildung für eine Armee im Einsatz

Das „Forum Technologiegestützte (Aus)Bildung – 9. Fernausbildungskongress der Bundeswehr“ konnte als größter Bildungskongress im Norden Deutschlands nahtlos an die Erfolge der vergangenen Jahre anschließen. Mit seinen drei Säulen – einem hochkarätigen wissenschaftlichen Tagungsprogramm, Diskussionsforen und integrierter Fachmesse – bot der Kongress erneut eine ideale Plattform zum ressort- und bereichsübergreifenden Austausch im Bereich der technologiegestützten Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Ein Hörsaal mit mehreren Soldaten
Informativer Kongress (Quelle: HSU Hamburg)Größere Abbildung anzeigen

Unter dem Motto „alles bleibt anders“ eröffnete der Stellvertreter des Amtschefs Streitkräfteamt, Kommandeur Bundeswehrschulen und General Streitkräftegemeinsame Ausbildung, Brigadegeneral Volker Barth, am 4. September das Forum in Vertretung des Schirmherrn, Bundesminister der Verteidigung Thomas de Maizière. Der Eröffnungstag des Kongresses stand ganz im Zeichen des Tagesschwerpunkts „Für und durch den Einsatz lernen“. Das Bestehen im Einsatz erfordert nicht nur für die Bundeswehr schnelle Reaktionen auf sich ständig verändernde Rahmenbedingungen und auf die unmittelbaren Erfahrungen vor Ort. Für den Erfolg ist es unumgänglich, Entwicklungen aus dem Einsatz möglichst direkt in die aktuelle Aus-, Fort- und Weiterbildung einfließen zu lassen.

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Hochwertiger Auftakt

Technologiegestützte (Aus-) Bildung bietet die Möglichkeit, handlungs- und einsatzorientierte Ausbildungsinhalte zeit- und bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen. Mit einer Keynote zum „Spannungsfeld zwischen Einsatz und Attraktivität“ startete der Abteilungsleiter Führung Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung, Generalleutnant Norbert Finster, den inhaltlichen Diskurs des ersten Kongresstages und sorgte damit zugleich für einen hochwertigen Kongressauftakt.

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Mehrere Personen in einem Hörsaal
Interessierte Zuhörer (Quelle: HSU Hamburg)Größere Abbildung anzeigen

Fit für den Wettbewerb

Am zweiten Kongresstag standen mit dem Themenschwerpunkt „Fit für den Wettbewerb durch (Aus-)Bildung“ zukunftsweisende Konzepte der betrieblichen Aus-, Fort- und Weiterbildung im Fokus. Bewerber wählen ihren Beruf auch nach Attraktivitätsgesichtspunkten aus. Ein Auswahlverhalten, das im Zeitalter des demografischen Wandels und durch den sich hierdurch zuspitzenden Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt immer mehr an Bedeutung gewinnt. Innovative (Aus-)Bildung ist der Schlüssel, um sich in diesem Rahmen als Premium-Arbeitgeber auszuzeichnen. In Zeiten einer angespannten Haushaltslage ermöglicht sie zudem einen ressourcenschonenden Umgang mit Haushaltsmitteln, Zeit und Personal und unterstützt so eine wirtschaftliche Prozessgestaltung.

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Ein Soldat spricht zu mehreren Zuhörern
Hochrangige Redner (Quelle: HSU Hamburg)Größere Abbildung anzeigen

Praxisbeispiel

Mit einer Keynote der etwas anderen Art – unterstützt von drei Co-Referenten stellte Generalarzt Dr. Norbert Weller, Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr, ein Praxisbeispiel für die Nutzung sozialer Medien in der sanitätsdienstlichen Personalentwicklung und als Führungsinstrument vor. Im Rahmen seines Besuchs der Helmut-Schmidt-Universität nutzte der Abteilungsleiter Personal im Bundesministerium der Verteidigung, Generalleutnant Wolfgang Born, die Gelegenheit, sich im Rahmen des Keynoteprogramms sowie mit einem kurzen Messerundgang über aktuelle Projekte und Entwicklungen im Bereich der Bildung und Qualifizierung innerhalb und außerhalb der Bundeswehr zu informieren.

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Tag drei – „verBUNDen“

Am dritten Kongresstag drehte sich mit dem Themenschwerpunkt „verBUNDen“ alles um die Frage, wie Wirtschaft, Wissenschaft, Öffentlicher Dienst und Bundeswehr in der Aus-, Fort- und Weiterbildung zukünftig noch intensiver zusammenarbeiten können. Besonderes Highlight an diesem letzten Kongresstag war die Keynote des Inspekteurs Streitkräftebasis, Vizeadmiral Manfred Nielson. Er gab dem Auditorium einen Ausblick in die zukünftige Gestaltung der streitkräfte- und bundeswehrgemeinsamen Aus-, Fort- und Weiterbildung.

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Zwei Soldaten an einem Messestand
Vizeadmiral Nielson auf der Messe (Quelle: HSU Hamburg)Größere Abbildung anzeigen

Kenntnisse zivil nutzbar

Er wies unter anderem darauf hin, dass die Neuausrichtung der Bundeswehr ganz wesentlich auf die Stärkung der Einsatzfähigkeit der Streitkräfte, aber auch auf den Aspekt der Steigerung der Attraktivität ziele. Dabei richtete er ein besonderes Augenmerk auf das vermeintliche Spannungsfeld zwischen den Anforderungen der zunehmend komplexen Einsatzverpflichtungen für die Ausbildung in den Streitkräften und den Anforderungen des zivilen Arbeitsmarkts an die Fach- und Führungskräfte von morgen: In beiden Feldern sei es notwendig, angesichts der knapper werdenden Ressource „Personal“ nicht nur das eigene Unternehmen im Blick zu haben, sondern die gesamte Lebensarbeitswelt zu betrachten. Ein nicht unbedeutender Teil der in der Bundeswehr erworbenen Kompetenzen sei auch im zivilen Berufsleben nutzbar. Es komme deshalb darauf an, die Qualifizierung für den Zivilberuf auch in der militärischen Aus-, Fort- und Weiterbildung nicht aus dem Auge zu verlieren.

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Entscheidende Impulse

Insbesondere vom neu aufzustellenden Bildungszentrum der Bundeswehr erwartet sich Vizeadmiral Nielson in diesem Bereich entscheidende Impulse. Gerade mit der Technologiegestützten Ausbildung sehe sich die Streitkräftebasis als Vorreiter, beispielsweise mit der Ausbildung zum Teletutor Bundeswehr, aber auch mit der seit 2011 im Intranet der Bundeswehr verfügbaren integrierten Technologiegestützten Ausbildungsplattform der Bundeswehr (kurz: iTAP Bw) seien wichtige Voraussetzungen für eine flexible, orts- und zeitunabhängige Bereitstellung von Ausbildungsinhalten und bedarfsgerechtem Wissensmanagement – auch unter Einsatzbedingungen – inzwischen geschaffen.

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Mehrere Personen an einem Messestand
Intensive Zusammenarbeit (Quelle: HSU Hamburg)Größere Abbildung anzeigen

Intensive Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Die mit Blick auf aktuelle Entwicklungen in der zivilen Berufsbildung derzeit laufende Neufassung der ZDv 3/1 (Grundsätze der Ausbildungslehre) und die Fortschreibung der Rahmenweisung für die Fernausbildung in der Bundeswehr seien wichtige Schritte auf dem Weg zu mehr Anschlussfähigkeit innerhalb und außerhalb der Bundeswehr. Dabei komme es auch auf eine noch intensivere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft an. Der Inspekteur griff hier das Tagesthema „verBUNDen“ nochmals auf und rundete so ein facettenreiches Keynoteprogramm des Forums Technologiegestützte (Aus)Bildung – 9. Fernausbildungskongress der Bundeswehr ab.

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Eine Hörsaalsituation
Über 100 Referenten (Quelle: HSU Hamburg)Größere Abbildung anzeigen

Ein traditionelles Resümee

Zum Abschluss des Kongresses zog der Stellvertreter des Amtschefs Streitkräfteamt, Kommandeur Bundeswehrschulen und General Streitkräftegemeinsame Ausbildung, Brigadegeneral Volker Barth, das schon traditionelle Resümee: Ein erneut gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigertes Teilnehmeraufkommen, eine zu 100 Prozent ausverkaufte Messefläche, gut 50 Einzelveranstaltungen mit über 100 Referenten und zufriedene Aussteller, Teilnehmer und Besucher zeigen: Der Kongress war wieder ein voller Erfolg und nach dem Kongress ist vor dem Kongress: Als Datum für das Forum Technologiegestützte (Aus)Bildung – 10. Fernausbildungskongress der Bundeswehr kann schon jetzt das Zeitfenster 3. – 5. September 2013 vorgemerkt werden.

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Stand vom: 12.09.12 | Autor: 


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