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Gemeinsam stärker

Oft arbeiten sie im Hintergrund - die Führungsunterstützer der Bundeswehr. Wie wichtig ihre Leistung ist, wird oft erst wahrgenommen, wenn die Verbindung abreißt. Aufgabe der Spezialisten ist, die Kommunikation zwischen verschiedenen Teilnehmern über die unterschiedlichsten Fernmeldesysteme wie SATCOM oder VHF Funk sicherzustellen. Doch vom 3. bis 21. September standen die Führungsunterstützer auf der Übung Combined Endeavour 2012 selbst im Mittelpunkt. Besonderheit der Übung auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr – die Multinationalität.

Drei Soldaten vor einem Computer
Zusammenarbeit im Hintergrund. (Quelle: PIZ SKB/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

1.500 Soldaten aus 39 unterschiedlichen Ländern, von Kirgisistan bis zur USA, testeten die Kommunikationsverbindungen untereinander, um für ein mögliches multinationales Einsatzszenario vorbereitet zu sein. Deutschland stellte in diesem Jahr als zweitstärkste Nation 130 Soldaten und zivile Mitarbeitern aus allen Organisationsbereichen der Bundeswehr. Combined Endeavour hat sich zur größten Command, Control, Communications and Computer Interoperabilitätsübung der Welt entwickelt.

Mehrere Kommunikationsmittel
Unterschiedlichste Systeme. (Quelle: PIZ SKB/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Multinational vernetzen

Die verschiedensten Kommunikationssysteme der Länder zu vernetzten und miteinander sprechen oder Daten austauschen zu können, ist die große Herausforderung der Übung. Denn alle Länder verfügen über unterschiedliche Schnittstellen. „Wir testen dieses Jahr besonders stark mit den Polen, Österreichern und Franzosen, da wir die nächste EU-Battlegroup mit diesen Nationen stellen“, so Oberstleutnant Michael Mecke, Delegationsleiter der Deutschen. „Zusätzlich flossen die Erfahrungen aus dem aktuellen ISAF Einsatz im Hinblick auf Afghan Mission Network mit in die Planung und Durchführung der Übung ein.

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Ein Computer mit einer Lagekarte
An alle Informationen kommen. (Quelle: PIZ SKB/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Interoperabilität statt Funktionalität

Dabei testen wir nicht für den Fernmelder, sondern für den Bediener“, so Mecke. Denn entscheidend für die Einsatz ist nicht, wie die Verbindung zu Stande gekommen ist, sondern dass der Bediener alle benötigten Informationen bekommt und an alle seine Truppenteile weitergeben kann –egal ob per Sprache oder per Mail. Denn nur wer über alle wichtigen Informationen verfügt, kann die korrekten Entscheidungen treffen und die richtigen Befehle geben.

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Mehrere Fernmeldekabinen
Großer deutscher Anteil. (Quelle: PIZ SKB/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Kernkompetenz der Streitkräftebasis

Einen Großteil der Einheiten stellten das Heer und die Streitkräftebasis. Die Führungsunterstützungskräfte der Streitkräftebasis richteten dabei ein Network Operation Center (NOC) ein, dass während der Übung die Netzüberwachung der deutschen und internationalen Systeme sicher stellte. Stets aktuell bildeten die Soldaten im NOC die Führungsunterstützungslage ab und lieferten das jeweilige Netzbild an die beteiligten Nationen.

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Zwei Soldaten in einer Fernmeldekabine
Vorteil: Hohe Redundanz. (Quelle: PIZ SKB/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Mobile Kommunikationssystem der Bundeswehr

Erstmalig wurde auch das Mobile Kommunikationssystem der Bundeswehr als Kernnetz einer multinationalen Missiongroup eingerichtet. Es ist der Service Provider im Einsatz. „Wir sind der Knotenpunkt und im Einsatz vergleichbar mit der BWI im Inland“, so Hauptmann Jochen Brückner. „Alle Teilnehmer wie das Führungsinformationssystem des Heeres oder das verlegefähige Access Netzwerk verbinden sich mit uns.“ Großer Vorteil des hochmodernen Systems: die Hohe Redundanz und Ausfallsicherheit.

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Mehrere Soldaten in einem Zelt
Multinationales Arbeiten. (Quelle: PIZ SKB/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Am Einsatz ausgerichtet

Neben den reinen Anbindungstest brachte die Übung aber vor allem auch eins: Die Stärkung der bereits etablierten und vertrauensvollen Zusammenarbeit über politische Grenzen hinweg. Im Rahmen des Programms „Partnership for Peace“ sollen zudem neu hinzugewonnene Länder integriert werden. Die hohe Zahl der teilnehmenden Länder zeugte so schon alleine von der hohen Bereitschaft zu Kooperation und dem Willen, das zwischenmenschliche Verständnis von Soldaten unterschiedlicher Herkunft voranzubringen – eine der Voraussetzung für eine immer weitergehende technische Vernetzung.

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Stand vom: 24.09.12 | Autor: 


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