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Joint Derby 2016 nimmt Fahrt auf

Zur Ruhe kommt der Bremerhavener Kaiserhafen eigentlich nie. Ununterbrochen rotieren nachtbeleuchtete Kräne zwischen den Dickschiffen, dirigieren die Arme zahlloser Einweiser den Güterumschlag, hupen an- wie ablegende Fährschiffe aus aller Welt ihr ureigenes Lied der Globalisierung. Minütlich passieren an den Kais und im Hafenbecken so viele Dinge, dass in dem permanenten Grundrauschen eigentlich nichts heraussticht.

Im Vordergrund: Bundeswehrfahrzeuge, im Hintergrund: eine Fähre.

Bewährt: Die gecharterten RoRo-Schiffe beim Materialrücktransport aus dem türkischen Trabzon. (Quelle: PIZ SKB/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Eigentlich. Denn wenn am 16. April die Schiffshupe der Suecia Seaways ertönt und die ersten 113 von 450 Gefechtsfahrzeugen über die Laderampe von Bord fahren, verwandelt sich das Hafengetöse in einen gewaltigen Schauplatz. Hier startet mit „Joint Derby“ die Großübung der Streitkräftebasis im Jahr 2016.

12 Nationen der European Battle Group (EUBG) werden in einem Kernzeitraum vom 7. bis zum 22. April die Kompetenzen und Fähigkeiten erproben, wie sie im Falle einer Verlegung in ein Einsatzgebiet zur Anwendung kommen. Überwiegend geht es um logistische Fähigkeiten, wie das Be- und Entladen von Gefechtsfahrzeugen auf Fährschiffe. Dabei kommen mit der Britannia und Suecia Seaways zwei Schiffe zum Einsatz, die die NATO zuletzt 2014 und 2015 beim Materialrücktransport aus dem türkischen Trabzon nutzte.

Besonders im Fokus von Joint Derby 16 stehen weiter die Flugverlegung oder der Straßenmarsch. Hingucker wie der Leopard II A 6M oder der irische Schützenpanzer Scorpion werden auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen zu sehen sein. Feldjäger, Sicherungstruppe, Pioniere und ABC-Abwehrtruppe runden das Mosaik der Kräfte ab und zeigen ein Teil der Fähigkeiten der Streitkräftebasis.

Mit vereinten Kräften organisiert durch das Kommando Streitkräftebasis, das Multinationale Kommando Operative Führung in Ulm und die multinationalen Partner werden über 2.000 Soldaten auf den Ernstfall vorbereitet und zertifiziert. Mit 700 Soldaten ist Deutschland am stärksten vertreten, gefolgt von Niederländern, Tschechen und Österreichern.

Auf einem insgesamt 250 Quadratkilometer großen Korridor Nordwestdeutschlands spielt sich das Szenario der Verlegeübung ab. „Edgeland“, das Einsatzland, erstreckt sich von Nordholz (nordwestlich von Bremen) über Garlstedt bis nach Munster/Bergen, hinein in den südlichen Teil der Lüneburger Heide.

Viele Bundeswehrfahrzeuge stehen dicht nebeneinander.

Marschkolonnen durch den Norden Deutschlands. (Quelle: Bundeswehr/Dorow)Größere Abbildung anzeigen

Ab dem 15. April fliegen die Übungsteilnehmer vom Flughafen Wunstorf (friedliches Europa) schwungweise in den späteren Marschgruppen per Transall und A-400M nach Nordholz. Nach einer Übernachtung in einem Verfügungsraum (Staging Area) in Garlstedt, fahren die bis zu 300 Soldaten und bis zu 70 Fahrzeuge starken Marschkolonnen ins südlich gelegene Trauen bei Munster. Von dort geht es nach einer weiteren Übernachtung nach Bergen, wo auf die Truppe mit der Anschlussübung European Spirit das Gefecht ‚im scharfen Schuss‘ wartet.

JODY16 soll Verhaltenssicherheit trainieren. Jeder Soldat muss lernen, seine Aufgaben zu beherrschen, ob es um die Betankung der Fahrzeuge, den Technischen Halt, das Einhalten korrekter Marschabstände oder das Setzen der richtigen Beflaggung auf dem Marsch geht. Das Leitungsteam um Oberst i.G. Schreckinger arbeitet gemeinsam mit den multinationalen Teilnehmern seit Oktober 2014 daran, realistische Szenarien für die Truppe, vergleichbar der Übung Trident Juncture 2015, anzubieten.

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Stand vom: 08.06.16 | Autor: 


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