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Jubeln für Gold

Nicht nur in London war die Freude über die dritte deutsche Goldmedaille groß. In Appen jubelten die Sportsoldaten der Sportfördergruppe angesichts der Leistung ihrer Mitstreiter und Freunde. Voller Anspannung verfolgten die Sportler jeden der 220 Ruderschläge ihrer Kameraden, Stabsunteroffizier Richard Schmidt und Stabsgefreiter Eric Johannesen, die im Deutschlandachter Alles gaben. Der Einsatz hat sich gelohnt! In fünf Minuten und 48.57 Sekunden überwand das Team die 2000 Meter auf der Ruderstrecke in London – das erste Olympische Gold im Ruderachter seit 24 Jahren.

Mehrere Soldaten jubeln
Großer Jubel in Appen. (Quelle: LKdo Hamburg)Größere Abbildung anzeigen

Eigentlich stand militärisches Handwerk für die Spitzensportler auf dem Dienstplan. „Als dann aber den Olympischen Zeitplan auf den Markt kam, haben wir um geplant und uns entschlossen, zusammen mit Freunden im Rahmen eines kleinen Sommerfests unserem Achter gemeinsam die Daumen zu drücken, und es hat sich ja gelohnt“, freute sich der Leiter der Sportfördergruppe Appen, Oberstabsbootsmann Bernhard Theis. Theis und seine 80 Spitzensportler, von denen 16 den Sprung nach London geschafft haben, sind in der Marseille-Kaserne in Appen vor den Toren Hamburgs beheimatet.

Ein Turner an einem Sportgerät
In London erfolgreich. (Quelle: PIZ SKB/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Erfolgreich in London

Mehr als ein Viertel der 392 deutschen Olympiateilnehmer sind Soldaten der Bundeswehr. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt waren die deutschen Bundeswehrsportler an sechs der insgesamt 17 Medaillen beteiligt. Neben den beiden Ruderern überzeugte vor allem Stabsgefreiter und Turner Marcel Nguyen im Mehrkampffinale und Hauptgefreiter Sideris Tasiadis im Kanu-Slalom mit der Silbermedaille. Bronze schnappten sich Stabsgefreiter Dimitri Peters im Judo und Stabsgefreiter Hannes Aigner ebenfalls im Kanuslalom.

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Ein Schiff
Hoffnung auf Gold – das Starboot. (Quelle: LKdo Hamburg/)Größere Abbildung anzeigen

Förderung, die greift

„Eine Spitzensportförderung die greift“, kommentiert Theis. „Wir bieten den Athleten nicht nur beste Voraussetzungen für ihren Sport, sondern ermöglichen ihnen auch, nach der sportlichen Karriere den Übergang in einen Beruf.“ Der Kommandeur des Landeskommando Hamburgs, Kapitän zur See Klaus Beyer ließ sich natürlich auch nicht nehmen, zusammen mit seinen Sportlern den Achtersieg zu feiern. „Der heutige Tag hat mal wieder gezeigt, dass ich allen Grund habe, stolz auf die tolle Arbeit der Soldatinnen und Soldaten meiner Sportfördergruppe zu sein“, resümierte der Marineoffizier auf der Veranstaltung.

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Ein Weitspringer
Unterschiedlichste Sportarten in Appen. (Quelle: LKdo Hamburg)Größere Abbildung anzeigen

Die Sportfördergruppe

Natürlich wurde die Zeit auch genutzt, den Gästen von Presse und Bundeswehr einen Einblick in die Arbeit einer Sportfördergruppe zu geben. Zusammen mit der Windsurferin und Olympionikin, Unteroffizier Amelie Lux, Silbermedaillengewinnerin in Sydney 2000, stellte Theiss seine Sportler und Sportarten vor, die in Appen betreut werden. „Leichtathletik, Segeln, Hockey, Beach Volleyball und natürlich Rudern sind dabei die nur großen Sportarten“, so der Marinesoldat, der ehemals selbst Spitzensportler war. Und natürlich kamen auch die anwesenden Athleten zu Wort und hatten Gelegenheit den Gästen ihren Sport näher zu bringen.

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Mehrere Soldaten vor einem Sportboot
Erklären des Sportgerätes. (Quelle: LKdo Hamburg)Größere Abbildung anzeigen

Im 49er hart am Wind

So erklärte Hauptgefreiter Erik Heil, Steuermann eines 49er Skiff, die Besonderheiten seines Bootes. Dieses hatte er eigens zu diesem Zweck mitgebracht und den Zuschauern präsentiert. „Der 49er wird bis zu 50 Kilometer pro Stunde schnell“, erläuterte der 22-Jährige. Höhepunkt war die Einspielung der Grußworte der 16 Kameraden, die sich in London auf ihren Einsatz vorbereiten. „Ein bisschen tut es schon weh, wenn man das Ganze jetzt aus der Heimat betrachten muss“, gestand Hauptgefreite Anja Günther, die sich als Beachvolleyballerin aufgrund der immensen nationalen Leistungsdichte nicht qualifizieren konnte, aber dennoch allen die Daumen drückt – für hoffentlich noch mehr Medaillen in London.

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Stand vom: 08.08.12 | Autor: 


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