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Im persönlichen Gespräch

Speyer, 05.06.2012.
„Ich bin heute bei Ihnen, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und mir selbst einen persönlichen Eindruck über Ihre Anliegen und Sorgen zu machen“, so der Inspekteur der Streitkräftebasis, Vizeadmiral Manfred Nielson, bei seinem Besuch des Spezialpionierbataillon 464 in Speyer. In zahlreichen intensiven Gesprächen mit den Soldaten zeigte Nielson deutlich Bewusstsein für die mit der Neuausrichtung einhergehenden Veränderungen und überzeugte sich bei Vorführungen von der Leistungsfähigkeit der Soldaten des Bataillons.

Mehrere Soldaten unterhalten sich
Ganz nah an der Basis. (Quelle: PIZ SKB/Wanninger)Größere Abbildung anzeigen

„Vor kurzem war ich auf dem Balkan und habe dort Soldaten Ihres Bataillons getroffen. Sie leisten vor Ort einen entscheidenden Beitrag zur Auftragserfüllung der Bundeswehr“, so Nielson zu den Spezialpionieren. Bei einer Gesamtstärke von rund 1.100 Soldaten des Bataillons befinden sich durchschnittlich 275 Soldaten jährlich im Einsatz auf dem Balkan, in Afghanistan und in Djibuti. In Spitzenzeiten war aber auch das halbe Bataillon im Einsatz. Als Spezialisten sind die Soldaten aus Speyer gefragt, wenn es um Feldlageraufbau und -betrieb im Einsatzland geht – von der Trinkwasseraufbereitung und dem Aufbau von Sanitärcontainern bis hin zum Brandschutz.

Zwei Soldaten hinter einem Wasserhahn
Wasseraufbereitung – Aufgabe der Spezialpioniere. (Quelle: PIZ SKB/Wanninger)Größere Abbildung anzeigen

Wichtiger Auftrag

„Diesen wichtigen Auftrag dürfen wir auch während der Neuausrichtung der Streitkräfte nicht vernachlässigen“, so Nielson zu den Soldaten. Mit Auflösung des Standortes Speyer im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wird die Bundeswehr nur noch über ein Spezialpionierbataillon verfügen. „Damit können wir die Aufgaben im bisherigen Umfang nicht mehr alleine schultern“, so Nielson. Zum Beispiel ist die Bundeswehr mit militärischen Kräften zukünftig nur noch in der Lage, den Feldlagerbetrieb für ein Jahr durchhaltefähig durch die Spezialpioniere abzudecken. Danach müssen zivile Kräfte der Bundeswehr oder die zivile Wirtschaft ergänzend die Aufgabe übernehmen. Derzeit werden mit dem Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr Modelle und Konzepte entwickelt, um die Unterbringung von bis zu 10.000 Soldaten in Feldlagern zu gewährleisten.

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Mehrere Soldaten vor Baumaschinen
Fähigkeiten weiter abdecken. (Quelle: PIZ SKB/Wanninger)Größere Abbildung anzeigen

Langjährige Tradition

Dem Inspekteur der Streitkräftebasis sind sowohl die langjährige Tradition des Standortes Speyer, als auch die mit der Auflösung für jeden einzelnen Soldaten verbundenen Härten bewusst. Doch die Entscheidung für die Auflösung des Standortes Speyer ist gefallen. Die Spezialpioniere sind Teil der mobilen Logistiktruppe der Streitkräftebasis und werden im Zuge der Neuausrichtung am Standort Husum zusammengeführt. Mit der noch im Juni durch den Minister beabsichtigten Bekanntgabe der Realisierungsplanung haben die Soldaten aus Speyer dann Klarheit wann der Standort Speyer aufgelöst wird. „Ich muss Ihnen aber auch sagen, ob wir dieses Bataillon bis zu diesem Termin in voller Leistungsfähigkeit aufrechterhalten können, wird die Zukunft zeigen“, so Vizeadmiral Nielson.

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Zwei Soldaten im Gespräch
Spezialisten weiterhin gefragt. (Quelle: PIZ SKB/Wanninger)Größere Abbildung anzeigen

Den Fragen stellen

Gerade deshalb stellte der Inspekteur der Streitkräftebasis sich den Fragen zur Neuausrichtung der Streitkräfte. Für viele Soldaten kommt auch eine Verwendung außerhalb ihres aktuellen Kompetenzbereiches im Einzugsgebiet Speyer in Frage. Doch die Soldaten der Spezialpioniertruppe sind Spezialisten und ihr Wissen ist weiterhin gefragt. „Auch wenn mir bewusst ist, dass dies Entbehrungen und Umzüge mit sich bringt, will ich Sie weiter in diesem Kompetenzbereich halten“, so Nielson. „Denn wir als Streitkräftebasis und ich als Inspekteur haben einen Auftrag als umfassender Leistungserbringer im Einsatzland zu erfüllen. Und dabei benötige ich weiterhin Ihre Fachkompetenz und Ihr volles Engagement“. Den Soldaten tat es gut von ihrem Inspekteur zu hören, dass sie auch in Zukunft mit ihren Fähigkeiten und Kenntnissen in der neuen Bundeswehr gebraucht werden. Die jetzt durch jeden Einzelnen zu treffenden Entscheidungen sind keine leichten.

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Stand vom: 08.08.12 | Autor: 


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