Sportlich helfen
Ride 2 Recovery betreut und unterstützt einsatzgeschädigte, verwundete oder verunfallte Soldaten sowie Veteranen. Das Ziel: durch die Sportart Radfahren, den Heilungsprozess Betroffener zu unterstützen und deren gesamte Lebenssituation zu verbessern. Das Konzept bringt auch der Leitgedanke „Making a difference in the Lives of Healing Heroes“ zum Ausdruck.

Die nackten Zahlen der der „Battle of the Bulge 2012“ sprechen schon für sich: 147 Teilnehmer aus fünf Nationen, die an acht Renntagen über 700 Kilometer und rund 5.000 Höhenmeter mit Renn- oder Handfahrrädern in den Ardennen zurücklegten. Zum ersten Mal nahm eine deutsche Delegation verwundeter Soldaten an dieser psychophysischen Rehabilitationsmaßnahme auf Einladung der amerikanischen Kameraden teil. Darüber hinaus waren Vertreter aus den USA, den Niederlanden, Frankreich und Belgien bei dieser „Radtour“ in Belgien und Luxemburg zu Gast. Die Streckenführung war dabei an militärhistorische Orte und Gedenkstätten der „Ardennenoffensive“ des II. Weltkrieges angelehnt.
Internationale Kameradschaft
Die Durchführung der Radetappen war auf einem sehr hohen organisatorischen und bemerkenswert professionellen Niveau. Beispiele dafür sind die umfassende Streckenbeschriftung beziehungsweise -beschilderung sowie die bereitgestellten Rennräder inklusive technischer Betreuung durch Mechaniker. Wichtiger sind aber noch die Verbindung und der Erfahrungsaustausch zwischen den Nationen. Das wurde durch das gemeinsame Radfahren vertieft und es entstand in dieser kurzen Zeit ein großes Gemeinschaftsgefühl. Besonders mit den anderen Nationen war dies äußerst gewinnbringend und trug dazu bei, ein internationales Netzwerk der Betreuung von verwundeten Soldaten und Veteranen aufzubauen.

Hoch angesehen
Als Highlight und zum Abschluss der Tour fuhren alle Teilnehmer geschlossen und angeführt von den Handfahrrädern von Ath nach Tournai. Der Streckenabschnitt ist identisch mit den letzten 30 Kilometern der offiziellen zweiten Etappe der Tour de France, die an diesem Tag stattfand. Nach dem Gruppenbild auf dem Siegerpodest, konnten die Teilnehmer den Zielort erkunden und später sowohl die Fahrerlager besichtigen als auch am späteren Nachmittag die Zieleinfahrt der Profis direkt am Streckenrand bestaunen. Mit dem belgischen Außenminister, einem US-Botschafter und weiteren Abgeordneten erhielt dann eine Auswahl der Teilnehmer eine Audienz beim belgischen König Albert II, der Gast der Tour de France in Tournai war.

Anerkennung
Die Anerkennung und Wahrnehmung der verwundeten Soldaten war dank der Veranstaltung in diesem Umfeld herausragend. Alle teilnehmenden Soldaten zeigten eine sehr hohe Motivation, ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Durch eine regelmäßige Teilnahme an diesen erlebnisorientierten und leistungsorientierten Touren können sich verwundete Soldaten neue sportliche Ziele und Herausforderungen setzen, was ihren Genesungsprozess positiv beeinflusst.


