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Zusammenarbeiten – eine Kernkompetenz der Streitkräftebasis

Die Streitkräftebasis kann man mit einem weitverzweigten Großunternehmen vergleichen. In Zahlen: über 1.000 Dienststellen und rund 70.000 Menschen – sowohl Soldaten als auch zivile Mitarbeiter – müssen hier unter einen Hut gebracht werden. Zusammenarbeit spielt deshalb eine wichtige Rolle in der Verzahnung aller einzelnen Einheiten zum großen Ganzen. Bei Auslandseinsätzen und im Inland sowie im alltäglichen Leben in den Kasernen muss das Netzwerk passgenau arbeiten.

Drei Soldaten mit einem Kompass
Gemeinsam stark. (Quelle: PIZ SKB/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Oftmals läuft diese logistisch und zwischenmenschlich höchst aufwendige Zusammenarbeit ganz verborgen im Hintergrund ab. Dabei findet diese Zusammenarbeit in der Streitkräftebasis über verschiedene Schnittstellen statt: innerhalb der Streitkräftebasis – zusammen mit anderen Teilen der gesamten Bundeswehr – international mit anderen Streitkräften– gemeinsam mit Behörden und Organisationen der einzelnen Bundesländer – bis hin zur heimischen Wirtschaft.

Ein Soldat mit einem Hund vor mehreren Paketen
Sicherheit geht vor. (Quelle: PIZ SKB/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Gemeinsam mit anderen Dienststellen

Egal ob Feldjäger, Logistiker, Spezialpioniere oder Führungsunterstützer – nur gemeinsam können die Soldaten ihr Ziel erreichen. So arbeiten zum Beispiel die Feldjäger bei Abfertigung der Feldpost eng mit den Logistikern in der Feldpostleitstelle Darmstadt zusammen. Vor Ort unterstützen die Feldjäger mit ihren Diensthunden bei der Suche nach Sprengstoffen oder Rauschmitteln. Erst wenn die Militärpolizei grünes Licht gibt, gelangen die Briefe und Päckchen mit Hilfe der Logistiker zu den Adressaten.

Mehrere Fahrzeuge im Gelände
Ständiger Funkkontakt. (Quelle: PIZ Heer/Winkler)Größere Abbildung anzeigen

Auch Führungsunterstützer arbeiten eng mit den Logistikern zusammen. Denn ohne kommunikationstechnische Anbindung sowohl der einzelnen Truppen untereinander als auch an das Heimatland, gelingt es nicht Material sicher zu transportieren. Während einer Konvoifahrt muss die Besatzung des ersten Fahrzeugs ständigen Kontakt zu dem letzten Fahrzeug halten. Dies gelingt nur mit fernmeldetechnischen Mittel. Aber auch die Planung und Steuerung von Material muss über SASPF mit der Heimat koordiniert werden. Nötig dafür, leistungsfähige und stabile Datenleitungen vom Einsatz ins Heimatland – eine Aufgabe der Führungsunterstützer.

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Ein Soldat vor einem Rechner
Ohne Beratung kein Start. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Gemeinsam mit anderen Organisationsbereichen

Doch die Zusammenarbeit geht weit über den eigenen Organisationsbereich hinaus. Als Dienstleister erbringen die Soldaten der Streitkräftebasis vielfältige Leistungen für Heer, Luftwaffe und Marine, damit diese ihren Auftrag erfüllen können. Ohne Wetterberatung des fliegenden Personals startet zum Beispiel kein Eurofighter. Dabei sind unter anderem auch die Wegstrecken von Vogelschwärmen oder die Wolkenuntergrenzen entscheidend. Für den Einsatz liefern die Mitarbeiter des Amtes für Geoinformationswesen zusätzliche wichtige Informationen. Unter anderem erstellen sie Kartendaten um den Soldaten die Orientierung im Einsatzland zu erleichtern.

Mehrere Soldaten bauen ein Zelt auf
Unterkünfte für alle Soldaten. (Quelle: PIZ SKB/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Die Spezialpioniere der Streitkräftebasis sorgen sich um die Verpflegung und Unterkunft der Kameraden aus allen Organisationsbereichen. Buchstäblich aus dem Nichts errichten die Handwerker in Uniform ganze Containerstädte mit Wasch- und Verpflegungsmöglichkeiten im Einsatz. Auch die Kraftstoffversorgung und der Brandschutz fallen unter ihre Aufgaben. Ohne ihre vielfältigen Unterstützungsleistungen funktioniert im Einsatz gar nichts. Im Gegenzug schützen Soldaten aus Heer, Luftwaffe und Marine diese beim Aufbau der Feldlager vor Ort ab oder bringen sie sogar dorthin. Genaue Absprachen und ein Vertrauen auf die Kompetenzen des anderen sind dabei von entscheidender Bedeutung.

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Mehrere Soldaten und Feuerwehrleute
Zusammen mit den zivilen Behörden. (Quelle: WBK IV/Mörk)Größere Abbildung anzeigen

Gemeinsam mit den zivilen Behörden

Bei schweren Unglücken und Katastrophen ist die Bundeswehr zur Stelle, wenn sie gerufen wird. Hand in Hand arbeiten die Soldaten der Streitkräftebasis dann mit den zivilen Behörden und Organisationen zusammen. Wenn Dämme brechen oder sintflutartige Regenfälle ganze Landstriche überfluten unterstützen die Soldaten an der Seite von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk die Bevölkerung. In der Streitkräftebasis dienen engagierte Reservisten als Bindeglied zwischen Kreisverwaltung und den Heimatverbänden. Als erste Ansprechpartner für die zivilen Behörden beraten die Leiter der Bezirks- und Kreisverbindungskommandos den eingerichteten Katastrophenschutzstab im Rahmen der Hilfeleistungen der Bundeswehr im Katastrophenfall. Sie sitzen mit am Tisch, wenn es um den Schutz der Bevölkerung im Katastrophenfall geht.

Ein Soldat vor einer Satellitenantenne
Zusammenspiel im Weltraum. (Quelle: PIZ SKB/Wanninger)Größere Abbildung anzeigen

Doch nicht nur im Katastrophenfall, sondern sogar im Weltall arbeitet die Streitkräftebasis mit den zivilen Behörden zusammen. Mit den zwei Kommunikationssatelliten COMSATBw 1 und 2, verfügt die Streitkräftebasis über die Fähigkeit eine sichere und abhörsichere Kommunikationsverbindung zu stellen. Doch diese Satelliten müssen auch gesteuert und kontrolliert werden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist für die Positionierung und den Flugbetrieb dieser Satelliten verantwortlich. In enger Zusammenarbeit mit den Soldaten der Streitkräftebasis, die für die Bodenstationen verantwortlich sind, stellen diese so die Anbindung des Heimatlandes an die Einsatzgebiete sicher.

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Ein Fahrzeug vor einem Flugzeug
Zusammenarbeit am Boden und in der Luft. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Gemeinsam mit der zivilen Wirtschaft

Wie transportiert man Lastwagen, gepanzerte Fahrzeuge, Hubschrauber oder Wohncontainer ins Einsatzland? Hier hilft ein Vertag mit der zivilen Wirtschaft weiter – die Übergangslösung SALIS. Anfang 2006 schloss die NAMSA im Auftrag von Kanada und 17 europäischen Staaten, darunter Großbritannien, Frankreich und Deutschland, einen Vertrag mit einem zivilen Unternehmen, der Ruslan SALIS GmbH. Mit diesem haben die beteiligten Nationen eine Anzahl jährlicher Flugstunden erworben, die sie im Rahmen ihrer strategischen Planungen einsetzen können. Dafür stehen bis zu sechs Antonovs AN-124-100 zur Verfügung. Diese fliegenden Güterzüge haben einen riesigen Laderaum, in dem sie bis zu 120.000 Kilogramm Nutzlast transportieren können – das Gewicht von 30 ausgewachsenen Elefanten. Zwei dieser Giganten der Lüfte stehen am Flughafen Leipzig/Halle innerhalb von 72 Stunden für nationale und multinationale Aufgaben bereit und können vom Logistikzentrum der Bundeswehr jederzeit abgerufen werden.

Ein Fahrzeug fährt auf ein Schiff
Auf dem Weg nach Kreta. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Eine ähnliche Lösung hat man beim See- und Binnenwassertransport gefunden Die Soldaten der Streitkräftebasis arbeiten auch hier eng mit der zivilen Wirtschaft zusammen. Denn das Logistikzentrum der Bundeswehr greift dort nicht nur auf die eigene Flotte zurück, sondern auf verfügbaren Platz in zivilen Schiffen. Wenn zum Beispiel rund 250 Fahrzeuge und 100 Container nach Kreta verschifft werden müssen, chartern die Mitarbeiter des Logistikzentrums schon mal ganze Schiffe. Eine enge Abstimmung mit den Mitarbeitern der zivilen Firmen und genaue Planung ist dabei unabdingbar. Doch das Ergebnis zählt: Die Soldaten erhalten durch das Zusammenspiel von Wirtschaft und Bundeswehr ihr benötigtes Material vor Ort.

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Stand vom: 08.08.12 | Autor: 


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