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Spezialisten üben für den Einsatz

7 Millionen Liter Kraftstoff benötigt die internationale Einsatztruppe in Afghanistan jeden Tag! Das bedeutet eine Menge Logistik und Aufwand für die Spezialisten der jeweiligen Länder. Eine Schlüsselstellung in der Versorgung nehmen die Feldtanklager ein.

Überblick über ein Feldtanklager
Einsatzwichtig: Feldtanklager sichern die Versorgung. (Quelle: PIZ SKB/ Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Rohrsystem mit Schiebern
System Feldtanklager: Eine Aufgabe für Spezialisten. (Quelle: PIZ SKB/ Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Spezialpioniere der Bundeswehr betreiben derzeit in Mazar e Sharif einen solchen Versorgungspunkt. Militärische, aber vor allem zivile Lieferanten transportieren Diesel und Kerosin bis vor die Tore des Feldtanklagers. Dort übernehmen die Einsatzkräfte den dringend benötigten Treibstoff, um ihn in speziellen Behältern zu lagern und ihn für die Einheiten sowie Verbände des Bündnisses bereit zu halten.

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Soldaten arbeiten an Rohrleitungen
Deutsche bilden Ungarn aus. (Quelle: PIZ SKB/ Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Gemeinsam sind wir leistungsfähig

Eine Verantwortung, die Ungarn übernehmen möchte. Im Zusammenhang mit Joint Logistics, einem Projekt auf internationaler Ebene, dass im Kern die optimale Verteilung von Ressourcen beinhaltet, wurden die magyarischen Soldaten nun von Spezialpionieren aus Speyer praktisch auf ihre kommenden Aufgaben vorbereitet. In einem Betriebsstoffdepot nahe der Industriestadt Kecskemét errichteten die binationalen Spezialisten darum innerhalb von wenigen Tagen ein Feldtanklager, so wie man es im Einsatz vorfindet. Ungarn hatte zuvor NATO-Material aus deutschen Beständen übernommen. Die ungarischen Kräfte waren zuvor am Ausbildungszentrum für Spezialpioniere in Putlos und in Ungarn ausgebildet worden. Diese Mentoren gaben ihr neu erworbenes Wissen in ihren Einheiten weiter. Jetzt trainierten sie alle gemeinsam mit den Speyerern auf der Übung „Safety Fuel“.

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Soldaten und Tankwagen
Der „Sprit“ kommt. (Quelle: PIZ SKB/ Ströter)Größere Abbildung anzeigen

In die Zukunft investiert

Das Szenario war realistisch. Vom Checkpoint bis zur Force Protection waren sämtliche Situationen aus den Einsätzen im Zusammenhang mit der Betriebsstoffversorgung darstellbar. Echten Diesel saugten die Anlagen an der gemischt besetzten Empfangsstation aus den Tankwagen. Die Mannschaft an den Pumpen – ebenfalls binational besetzt – sorgte für den Durchfluss in die Lagerbehälter. Von dort wurde in weiteren Übungsschritten die Befüllung von NATO-Tankfahrzeugen und die Beseitigung von Leckagen geübt. Die Spezialpioniere aus Speyer nahmen dabei ihre ungarischen Kameraden „an die Hand“ und man übte die Abläufe mehrfach. So auch in den Feldlaboren zur Qualitätskontrolle oder im Lagezentrum des Betriebsführers, wo die Fäden des Feldtanklagers zusammen laufen. Überall arbeiteten beide Nationalitäten miteinander. Es entstand eine kameradschaftliche Atmosphäre mit einem gemeinsamen Ziel: Training für den Einsatz!

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Zwei Soldaten prüfen Leitungsrohre
Verantwotungsvolle Aufgaben. (Quelle: PIZ SKB/ Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Ein Meilenstein

Darüber freut sich Brigadegeneral Rudolf Maus. Der Abteilungsleiter Logistik / G4 des Kölner Streitkräfteunterstützungskommandos sieht in der Übung einen Meilenstein auf dem Weg Verantwortung unter den Partnern aufzuteilen. „‘Safety Fuel‘ ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch junge NATO-Partner oder kleinere Nationen an wichtigen Stellen von Operationen integriert werden können“, sagt er. Das schafft freie Ressourcen. Der General sieht in der Übung auch ein Signal an andere Partnernationen, die im Zusammenhang mit JOINT LOGISTCS ihre Bereitschaft zur Übernahme von Aufgaben signalisiert haben. Es macht keinen Sinn, wenn jede Nation ihre eigenen Versorgungswege beschreitet. „Niemand kann heute eine Operation alleine durchhalten“, ergänzt Generalleutnant Manfred Engelhardt, Befehlshaber der Kölner Dienststelle und lobte die beteiligten Soldaten für ihr Engagement.

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Soldaten koppeln Rohre zusammen
Gemeinsame Ziele: Deutschland und Ungarn. (Quelle: PIZ SKB/ Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Der weitere Weg

In einem letzten Durchgang der Übung – vor dem gemeinsamen Rückbau des Tanklagers – arbeiteten die ungarischen Soldaten selbstständig, während ihre deutschen Kameraden kaum noch unterstützen mussten. Jetzt gilt es, die unterschiedlichen Systeme, Vorschriften und Betriebsabläufe weiter zu koordinieren und anzugleichen. Internationale Richtlinien für den Transport von Treibstoffen sind ebenso ein Aufgabenfeld, wie die Standardisierung von Fahrzeugen und Material. Die Ausrüstung für das Feldtanklager verbleibt in Ungarn. Im Depot von Hetényegyháza werden die neu ausgebildeten Fachkräfte künftig regelmäßig zusammen gezogen, um die Betriebsabläufe weiter zu üben und Routine zu erhalten. Die deutsche Unterstützung ist ihnen dabei gewiss. Die multinationale Übung "Capable Logistician" im Juni 2013 in der Slowakei wird durch die deutschen und ungarischen Spezialpioniere genutzt, um den erreichten Stand der gemeinsamen Fahigkeiten den erwarteten Besuchern aus 28 Nationen zu demonstrieren.

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Stand vom: 31.10.12 | Autor: Ralf Wilke / PIZ SKB


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