Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Service > Archiv > 2012 > Juli > Olympisch über Stock und Stein

Olympisch über Stock und Stein

Oberfeldwebel Adelheid Morath fährt Mountainbike in der Disziplin Cross-Country. Die Bundeswehrsportlerin der Sportfördergruppe Fahl errang dabei schon verschiedenste Titel. Erst kürzlich die Silbermedaille bei den Deutschen XCO Meisterschaften. „Ich kann beim Biken gut abschalten, die Seele baumeln lassen!", so die 27-Jährige. So beschwingt erreichte die Portepeeträgerin 2008 Platz 18 im Finale der Olympischen Spiele in Peking. Dort musste sie aber die letzten Kilometer zu Fuß absolvieren, - ihr Rad war kaputt gegangen. Das Ziel Olympia verlor die sympathische Sportlerin aber nicht aus den Augen und errang im belgischen Houffalize die nötige Qualifikation. Den nötigen Feinschliff für die Spiele holte sie sich mit ihren Kollegen vom FELT ÖTZTAL X-BIONIC Worldcup Team in etlichen Trainingslagern.

Mountainbike in der Abfahrt.
Sportlich die Natur genießen. (Quelle: FELT ÖTZTAL X-BIONIC Worldcup Team/Küstenbrück)Größere Abbildung anzeigen

Frau Morath, Sie fahren Cross- Country- Mountainbike. Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen und was macht aus Ihrer Sicht diese Sportart aus?

Ich bin durch den Skilanglauf zum Mountainbike Sport gekommen. Für mich war das Mountainbiken zum Anfang meiner Sportkarriere der Sommerausgleich zu der Wettkampfsaison im Winter. Ich hatte viel Spaß am Biken und wechselte letztendlich ganz und gar aufs Bike. Heute ist der Skilanglauf im Winter der Ausgleich und das erste Grundlagentraining im Saisonaufbau. Für mich ist das Reizvolle am Biken der Sport mit ganzem Körpereinsatz und das Auspowern in der freien Natur – in wunderbarer Kulisse.

Ein Portraitfoto
Mit viel Spaß bei der Sache. (Quelle: FELT ÖTZTAL X-BIONIC Worldcup Team/Küstenbrück)Größere Abbildung anzeigen

nach oben

Ab dem 6. August beginnen für Sie die Olympischen Sommerspiele. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?

Natürlich bereitet man sich auf dieses Highlight ganz besonders vor. Zehn Tage vor den Spielen bin ich mit dem deutschen Team beziehungsweise mit Sabine Spitz im Höhentrainingslager in Sankt Moritz. Wir wohnen auf 2460 Höhenmetern. Der erste Höhenblock liegt bereits hinter uns. Zweieinhalb Wochen haben wir bis Mitte Juni in der Höhe trainiert. Danach ging es für eine Woche für die deutsche Meisterschaft nach Hause. Da wollte ich unbedingt dabei sein und es war ein perfekter Test für die Form. Der Wettkampf verlief sehr gut. Ich wurde hinter Sabine Spitz Zweite. Am Montag darauf sind wir gleich wieder in die Höhe zurück. Wir bleiben dort bis zum 24 Juli und werden direkt von dort aus zum Weltcupfinale nach Val d‘ Isere reisen. Dieser Wettkampf ist das letzte Rennen vor den Olympischen Spielen in London. Am 6. August werden wir dann mit dem deutschen Olympiateam nach London anreisen. Die Strecke ist erst am 7. zum Training frei gegeben. Meine letzten Trainingseinheiten vor dem Rennen werden auf der Strecke stattfinden, um dann am Samstag in Topform am Start zu stehen. Daneben bereite ich mich auch mental vor, setze mich mit dem Thema auseinander und spreche viel mit meinen engsten Vertrauten.

Eine Rennszene
Ich will. Ich kann. Ich muss. (Quelle: FELT ÖTZTAL X-BIONIC Worldcup Team/Küstenbrück)Größere Abbildung anzeigen

Welche Erwartungen haben Sie bei den Olympischen Spielen an sich selbst und an die Spiele an sich?

Ich bin hochmotiviert, bereite mich optimal auf den Wettkampf vor und gebe mein Bestes. Natürlich träume ich von einer Medaille – jeder Sportler träumt davon. Wenn dieser Traum in Erfüllung geht bin ich über glücklich. Aber auch wenn ich an diesem Tag das bestmögliche erziele. Meine Erwartungen an die Spiele sind saubere und faire Wettkämpfe, bei denen ich nach dem Rennen sagen kann, dass ich mein absolut Bestes auf den Punkt genau gegeben habe.

Fahrszene mit Mountainbike
Aktion pur. (Quelle: FELT ÖTZTAL X-BIONIC Worldcup Team/Küstenbrück)Größere Abbildung anzeigen

Als Sportsoldatin sind Sie in der Fördergruppe Fahl. Warum haben Sie sich für die Sportförderung der Bundeswehr entschieden und nicht für andere Organisationen, die auch Sportförderungen anbieten?

Weil die Sportfördergruppe mir eine optimale Unterstützung bietet, damit ich meinen Sport professionell ausüben kann.

Eine Fahrszene mit Mountainbike
Voller Einsatz. (Quelle: FELT ÖTZTAL X-BIONIC Worldcup Team/Küstenbrück)Größere Abbildung anzeigen

Wie identifizieren Sie sich mit der Bundeswehr und wie macht sich das bemerkbar?

Als Sportler hat man ehrlich gesagt nicht so sehr den Militärgedanken im Kopf. Aber ich bin Stolz mein Land durch die Bundeswehr vertreten zu können und den Bundesadler zu tragen. Die Werte, welche die Bundeswehr vertritt, stehen auch in meiner sportlichen Karriere ganz oben. Ich glaube, gerade deswegen passt die Sportförderung sehr gut in den Rahmen der Bundeswehr.

Eine Mountainbikerin
Die gleichen Werte. (Quelle: FELT ÖTZTAL X-BIONIC Worldcup Team/Küstenbrück)Größere Abbildung anzeigen

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 08.08.12 | Autor: 


http://www.streitkraeftebasis.de/portal/poc/streitkraeftebasis?uri=ci%3Abw.skb_piz.servic.archiv.2012.jul&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB040000000001%7C8WJ9N8582DIBR