Herausforderung Verbinden
Praktisch, persönlich oder politisch – die Streitkräftebasis verbindet Personen, Kompetenzen und Ansichten. Egal ob Führungsunterstützer, Trinkwasseraufbereiter oder Feldpostsoldat, die kompetenten Soldaten und zivilen Mitarbeiter tragen als Bindeglied zwischen den Organisationsbereichen zu einem effektiveren und zielgerichteten Arbeiten in den Streitkräften bei.

Oberfeldwebel Steve Hähnel ist Systemadministrator des Mobilen Kommunikationssystems der Bundeswehr im Führungsunterstützungsbataillon 383 in Erfurt.
Der weltweite Einsatz in multinationalen Operationen mit wechselnden Einsatzkontingenten ist wegen der unterschiedlichen Kommunikations- und Übertragungstechnik nur mit neuen Herangehensweisen lösbar. Das hierfür neu konzipierte Mobile Kommunikationssystem der Bundes-wehr bietet eine leistungsfähige Plattform für die vernetzte Operationsführung. Die hierbei verwendete Technik könnte so auch bei zivilen Telekom-Providern im Einsatz sein. Deshalb bezeichnen wir uns gern als die Serviceprovider der Bundeswehr. Wir gewährleisten die Anbindung an die Heimat über das Satellitenkommunikationssystem der Bundeswehr und liefern allen Teilnehmern Dienste und Netzzugänge, die im militärischen Einsatz benötigt werden. Diese reichen von der sicheren Datenübermittlung, über normale Telefondienste bis hin zur Einbindung von Funknetzen, beispielsweise TETRAPOL.

Oberfeldwebel Holger Behrend ist Feldlagerbetriebsfeldwebel und geprüfter Wassermeister im Spezialpionierbataillon 164 in Husum.
Wir Wasseraufbereiter stellen für die Soldaten im Einsatz die Verbindung zu frischem Trinkwasser her. Dazu wird Rohwasser, zum Beispiel aus Brunnen, gereinigt und gefiltert und in Zisternen gelagert. Es hat dann die Qualität nach der deutschen Trinkwasserverordnung. Neben der Qualität ist eine weitere Herausforderung, dass es auch in entsprechender Menge verfügbar sein muss. Im Camp Marmal in Masar-e Scharif mit über 3.000 Soldaten werden bis zu 24.000 Liter Wasser pro Stunde aufbereitet. Unser Schwerpunkt als Wasseraufbereiter in Afghanistan ist inzwischen die Versorgung von zeitlich begrenzten Feldlagern oder Forward Operating Bases. Auch dort draußen stellen wir für die Soldaten die Trinkwasserversorgung sicher. Das Wasser aus afghanischen Tankwagen wird von uns aufbereitet und schmeckt dann auch in der Wüste so, wie wir es in Deutschland kennen.

Diethelm Scholle ist Feldpostbeauftragter der Deutschen Post AG und hält engen Kontakt zu seinem militärischen Pendant, dem Feldpostbeauftragten der Bundeswehr.
Gerade in der heutigen Zeit erlebt der Feldpostbrief eine wahre Renaissance. In einen Brief passen viele Gefühle hinein. Als Feldpostbeauftragter bin ich das Bindeglied zwischen Post und Bundeswehr. Die gesetzliche Grundlage der Feldpost liegt im Postsicherstellungsgesetz. Die Deutsche Post AG ist daher verpflichtet, die Feldpost der Bundeswehr mit ausgebildetem Fachpersonal und mit postfachlichem Material zu unterstützen. Meine Tätigkeiten bestehen zum einen in der Auswahl, in der fachlichen Ausbildung und der Bennennung und Meldung von geeignetem Postpersonal der Bundeswehr gegenüber.





