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Dexter`s Diary - Teil 3

Hallo zusammen! Da bin ich wieder, Euer Dexter!
So kurz vor Weihnachten und zum Ende dieses spannenden Jahres will ich das Neuste berichten und euch erzählen, was mein Buddy Michael und ich seit dem letzten Mal so erlebt haben.

Ein Bild des angehenden Minenspürhundes Dexter.

Junghund Dexter mit 6 Monaten. (Quelle: SDstHundeBw/Wey)Größere Abbildung anzeigen

Kennt ihr das? Da wachste morgens auf und irgendwas ist anders! Ich neige ja nicht dazu, öfter´ne dicke Lippe zu riskieren, aber Michael hat mich nur angeschaut und gesagt: „Au Backe!“ Mein Zahnfleisch war geschwollen und hat sich ganz komisch angefühlt. Ich hätte am liebsten alles angekaut, was so im Schuhregal von Frauchen zur Verfügung steht! Kannste machen, ist aber verboten! Michael hat mir erklärt, was los ist! Genau wie Menschenkinder haben wir nämlich auch Milchzähne, die einem Erwachsenengebiss weichen. Das ist ganz normal! Jetzt musste ich also die 28 Milchzähne loswerden und meine blitzweißen, kräftigen bleibenden Zähne - 42 an der Zahl – durchschieben. Die Mädels haben mir erzählt, dass die Zahnfee ausgefallene Milchzähne gegen kleine Überraschungen eintauscht. Ich hab ja erst gedacht, die verkohlen mich, dann hab ich aber doch einen Zahn unter mein Kissen gepackt und am nächsten Morgen lag da ein Kauknochen. Super zum drauf rumknautschen und das tut beim Zahnwechsel gut!

Aufregend war auch meine 6-Monats-Untersuchung. Alle Hunde aus der eigenen Aufzucht der Schule für Diensthundewesen müssen mit sechs Monaten eine erste, umfangreiche veterinärmedizinische Untersuchung durchlaufen. Das machen wir hier so, damit die künftigen Diensthunde die hohen Qualitätskriterien erfüllen können und wir möglichst frühzeitig eine erste Bestandsaufnahme haben. Aus mir soll ja schließlich später mal ein „force multiplier“ für die Truppe werden! Meinen Besuch in der Diensthundeklinik hab ich natürlich wieder schamlos ausgenutzt, um mit meiner Lieblingstierärztin zu kuscheln und zu schäkern.

Ein Bild des angehenden Minenspürhundes Dexter bei der veterinärmedizinischen Untersuchung.

Ich kuschel bei der veterinärmedizinischen Untersuchung mit meiner Lieblingstierärztin. (Quelle: SDstHundeBw/Wey)Größere Abbildung anzeigen

Bei Frau Oberstabsveterinär auf dem Untersuchungstisch gebe ich mir immer besonders viel Mühe, brav und ruhig zu sein. Ich bin sogar in Narkose gelegt und geröntgt worden. Unsere Tierärzte schauen da, ob sich Hüften, Ellbogen und die Wirbelsäule altersentsprechend entwickeln. Ich kann euch sagen, so eine Narkose fühlt sich schon komisch an. Ich bin plötzlich müde geworden, so dass ich mich nicht mehr auf den Beinen halten konnte und in Michaels Armen tief eingeschlafen bin. Der Boss hat natürlich gegrinst und gesagt, ich hätte wohl ein Schnäpschen zu viel gehabt.

Ich bin jetzt ein halbes Jahr alt und ein kerngesunder, wohlproportionierter, kräftiger Junghund! Das sagt auch die Kommandeurin der Schule für Diensthundewesen und das ist ja wohl mal ein Megakompliment! Ich wär fast geplatzt vor Stolz!

Ansonsten sind mein Buddy und ich wirklich fleißig! Wir machen gerade Klickertraining: das muss ich euch mal erklären! Klickern ist eine Methode, womit der Micha mir beibringt, was richtig ist und das wird jedes Mal blitzschnell belohnt. Ich kann nämlich nur ganz wenige Sekunden lang mein richtiges Verhalten mit seiner belohnenden Reaktion verknüpfen. Aber mein Buddy ist da echt fix, ist ja schließlich auch ein Profi! Ich habe gelernt, dass das Klicken kein Geräusch wie jedes andere ist, sondern dass es immer mit einer Belohnung verknüpft ist. Über meine Vorliebe für Eifler Landwurst hab ich ja schon berichtet! Das Verknüpfen nennt man „Konditionierung“ und nun nutzt der Boss den Klicker auch bei der Stoffeingabe. Dabei macht es bei mir „klick“, wenn ich Explosivstoffe erschnüffele. Ich muss da immer ganz schön mitdenken und an den Aufgabenlösungen mitarbeiten, aber vor allem macht es super viel Spaß! Der Micha sagt immer, dass hier voll meine „Chessie“-Gene durchkommen, eben ein echter „workaholic“!

Ein Bild des angehenden Minenspürhundes Dexter beim Klickertraining mit seinem Buddy OStFw Bladt.

Klickertraining ist toll. (Quelle: SDstHundeBw/Braun)Größere Abbildung anzeigen

Jetzt freu ich mich erstmal riesig auf mein erstes Weihnachtsfest und ein paar freie Tage. Mama backt mir sicher Hundekekse, weil ich so brav war und ich darf auch mit auf den Weihnachtsmarkt! Da plane ich, meine „Bratwurstspürtauglichkeit“ unter Beweis zu stellen. Und eins steht fest: Groß werde ich sowieso!

Ein Bild des angehenden Minenspürhundes Dexter mit Weihnachtsmütze.

Dexters Weihnachtsgrüße. (Quelle: Wey/SDstHundeBw)Größere Abbildung anzeigen

Frohe Weihnachten, guten Rutsch, tschö und bis zum nächsten Mal, Euer Dexter

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Stand vom: 01.07.16 | Autor: 


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