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Bundeswehr erweist Helmut Schmidt die letzte Ehre

Ganz Hamburg nimmt Abschied von Ehrenbürger und Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt. Die Bundeswehr stellt mit dem Wachbataillon das "große militärische Ehrengeleit". Die Bundeswehr in Hamburg trauert um einen Verteidigungsminister, Bundeskanzler und eine Persönlichkeit, die auch in späteren Jahren als Hamburger Ehrenbürger und „elder statesman“ stets eng mit den Soldaten verbunden blieb.

Soldaten tragen einen Sarg

Soldaten des Wachbataillons haben den Sarg geschultert. (Quelle: FüAkBw/Junge)Größere Abbildung anzeigen

Es sind lange Kolonnen schwarzer Limousinen die Vorfahrt halten vor Hamburgs wohl größtem Wahrzeichen: der St. Michaelis Kirche, kurz: „Michel“ genannt. Hier, so hatte es Helmut Schmidt in seinem letzten Willen selbst formuliert, sollte der Abschied von seiner geliebten Hansestadt zelebriert werden. Die ganze Welt kam zusammen, um sich vor dem Ausnahmestaatsmann zu verneigen. 1.800 Persönlichkeiten, nationale und internationale Würdenträger, Spitzenpolitiker und Weggefährten hatten sich versammelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und der ehemalige US-Außenminister und langjährige Freund Henry Kissinger richteten teils sehr persönliche Worte über Helmut Schmidt an die Trauergemeinde.

Ehrengeleit durch das Wachbataillon

Soldaten marschieren eine Straße entlang

Die Ehrenformation marschiert auf (Quelle: LKdoHH/Gerlach )Größere Abbildung anzeigen

Vor der Kirche: das angetretene Wachbataillon. Drei Kompanien in den Uniformen von Heer, Luftwaffe und Marine. Das Wachbataillon selbst gehört zur Streitkräftebasis und ist in der Berliner Julius-Leber-Kaserne stationiert. Acht Offiziere fungierten als Sargträger und nahmen den Sarg des Verstorbenen auf, um ihn an der Front entlang zum Leichenwagen zu tragen. Die Bundeswehr leistete den Dienst des „großen Ehrengeleites“ und drückte damit die Verbundenheit zum Verteidigungsminister und Bundeskanzler Schmidt aus. „Die Bundeswehr hatte in Helmut Schmidt einen besonders profilierten Verteidigungsminister, der seinen Soldaten im Herzen sehr nahe war“, erklärte Kapitän zur See Michael Setzer, Kommandeur Landeskommando und Standortältester in Hamburg. „Wir in Hamburg haben das bereits 1962 erfahren, als durch Senator Schmidts beherzten Einsatz von Soldaten zahlreiche Menschenleben gerettet werden konnten. Dieser erste Katastropheneinsatz der Bundeswehr hat bis heute das Verhältnis der Hansestadt zur Bundeswehr positiv geprägt“, so Setzer.

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Dankbarkeit der Soldaten

Soldaten stehen neben dem Sarg

Offiziere des Wachbataillons sind neben dem Sarg angetreten. (Quelle: LKdo HH/Gerlach )Größere Abbildung anzeigen

Mit Polizeieskorte trat der Leichenzug dann die letzte Fahrt durch die Innenstadt an. Die Straße säumte ein Spalier aus Tausenden Hamburgerinnen und Hamburgern. Die letzte Ruhestätte wird das Familiengrab auf dem Parkfriedhof Ohlsdorf sein. Die hochrangigen Gäste des Trauerempfangs im Rathaus trugen sich in die Kondolenzbücher ein. Auch in der Iserbrooker Reichspräsident-Ebert-Kaserne hatten sich in den vergangenen Tagen zahlreiche Trauernde in ein Kondolenzbuch zu Ehren Schmidts eingetragen. In Iserbrook hatte Schmidt einst selbst als Reserveoffizier gedient. „Für seine treue Verbundenheit werden wir Hamburger Soldaten ihn stets in Erinnerung behalten und ihm auch ewig dankbar sein“, versichert Kapitän zur See Michael Setzer.

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Stand vom: 01.07.16 | Autor: 


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